Nürnberg (ots) -
Am Montagabend (11.05.2026) fanden im Nürnberger Stadtgebiet mehrere politische Versammlungen statt. Die Polizei trennte die unterschiedlichen politischen Lager konsequent und gewährleistete einen weitgehend störungsfreien Verlauf des Versammlungsgeschehens.
Ab etwa 18:00 Uhr versammelten sich unter dem Titel "Die Regierung zerstört unser Land - Wer sich auf die kommunistische Einheitsfront einlässt, geht daran zugrunde!" in der Spitze rund 55 Personen am Willy-Prölß-Platz. Zeitgleich formierten sich in unmittelbarer Nähe mehrere Gegenproteste mit bis zu 150 Teilnehmern. Die Polizei setzte Sperrgitter ein, um die Teilnehmer der unterschiedlichen Versammlungen voneinander zu trennen.
Gegen 19:15 Uhr setzten sich die Teilnehmer der erstgenannten Versammlung als Demonstrationszug auf der angemeldeten Wegstrecke durch die Nürnberger Innenstadt in Bewegung. Ein Großteil der Gegendemonstranten beteiligte sich ebenfalls an den angemeldeten Gegenaufzügen.
Im weiteren Verlauf kam es zu einer Blockadeaktion in der Königstraße, bei der sich mehrere Gegendemonstranten auf der Wegstrecke niederließen, um den Aufzug zu blockieren. Diese Blockadeaktion konnte umlaufen werden. Im Bereich des Willy-Prölß-Platzes kam es kurze Zeit später zu einer weiteren Blockadeaktion. Die Einsatzleitung der Polizei wertete diese Aktionen als Versammlung und sprach die Teilnehmer mit entsprechenden Hinweisen an. Die Einsatzkräfte forderten die Demonstranten mehrfach auf, die Fläche freizumachen. Da die Teilnehmer diesen Aufforderungen nicht nachkamen, trugen die Polizisten mehrere Personen beiseite. Kurz vor Ende der Versammlung musste eine Person zur Identitätsfeststellung zur Dienststelle verbracht werden.
Gegen 21:30 Uhr hatten die jeweiligen Leiter die Versammlungen für beendet erklärt. Die Nürnberger Kriminalpolizei prüft nun im Nachgang, ob weitere Verstöße im Zusammenhang mit dem Versammlungsgeschehen vorliegen und übernimmt die Ermittlungen zu geltend gemachten Straftaten.
Unter Leitung der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte waren Kräfte der Polizeiinspektion Zentrale Einsatzdienste Mittelfranken, der Bayerischen Bereitschaftspolizei, der Nürnberger Verkehrspolizei sowie der Kriminalpolizei Nürnberg im Einsatz.