Brutaler Messerangriff in Nürnberger Rotlichtviertel: Mann (30) in den Bauch gestochen - Verdächtiger in Haft

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Am Samstagabend (8. Juni 2024) kam es an der Frauentormauer in Nürnberg zu einem Messerangriff. Das Opfer überlebte die brutale Attacke in den Bauch - zeitweise war sein Zustand kritisch. Der Verdächtige musste mit einem Elektro-Taser bei der Flucht aufgehalten werden.

Am späten Samstagabend (08. Juni 2024) kam es in der Nürnberger Innenstadt zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Personen wobei sich einer der Männer eine Stichverletzung im Bauchbereich zuzog. Das teilt das Polizeipräsidium Mittelfranken mit. 

Gegen 23 Uhr kam es demnach an der Frauentormauer/Engelhardsgasse zu einer Auseinandersetzung zwischen zwei Männern. Der spätere Beschuldigte (33) hatte den Geschädigten (30) zunächst angesprochen, woraufhin sich eine verbale Streitigkeit entwickelte. Diese mündete in einer körperlichen Auseinandersetzung, in deren Verlauf der Beschuldigte sein Gegenüber mittels eines Messers im Bauchraum verletzte und in Richtung Jakobstor flüchtete, wie es im Bericht heißt. 

USK verfolgt mutmaßlichen Messerstecher durch Nürnberg - Zustand des Opfers war kritisch

Eine vorbeifahrende Streife des USK Mittelfranken kümmerte sich demnach um den Verletzten und nahm die Verfolgung des Flüchtenden auf. Am Treppenabgang hinter dem Jakobstor konnten die Beamten den Beschuldigten stellen. "Da dieser den Anweisungen der Polizisten nicht nachkam und sich in Richtung der Beamten bewegte, setzten diese das Distanz-Elektroimpulsgerät (Taser) gegen ihn ein", so die Polizei.

Beide Männer wurden mit dem Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht. Bei dem 30-Jährigen konnte eine Lebensgefahr zunächst nicht ausgeschlossen werden. Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Blutentnahme bei dem Beschuldigten an und stellte Haftantrag wegen versuchten Totschlags.

Die Kriminalpolizei ermittelt und bittet Zeugen der Tat, sich unter der Rufnummer 0911 2112-3333 zu melden.

Vorschaubild: © A3609 Daniel Karmann