Brutale Attacke am Hauptbahnhof: Fünfköpfige Gruppe tritt auf 23-Jährigen ein

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Fünf Männer attackierten einen 23-Jährigen im Nürnberger Hauptbahnhof. Ein Angreifer stellte sich der Polizei und wurde in Haft genommen.

Fünf Männer haben am frühen Samstagmorgen (5. Oktober 2024) im Nürnberger Hauptbahnhof mit Fäusten auf einen 23-Jährigen eingeschlagen und mit den Füßen getreten. Einer der Angreifer stellte sich selbst.

Gegen 1.30 Uhr meldete eine Streife der Polizeiinspektion Nürnberg Mitte der Bundespolizei einen Angriff in der Osthalle im Nürnberger Hauptbahnhof. Vor Ort stellten die Beamten einen am Boden liegenden Deutschen sowie weitere Personen fest, die Zeugen der Auseinandersetzung waren.

Überwachungskameras führen zu Angreifern

Durch Befragung und die Überwachungskameras stellten die Bundespolizisten fest, dass eine Gruppe von fünf jungen Männern den 23-Jährigen zusammengeschlagen hat. Während der Mann am Boden lag, wurde er von den Angreifern getreten. Anlass für die körperliche Auseinandersetzung soll ein Streit zwischen dem 23-Jährigen und einer Frau in der Diskothek im Nürnberger Hauptbahnhof gewesen sein.

Noch vor Eintreffen der Beamten entfernten sich die Tatverdächtigen. Jedoch konnten vier durch eine sofortige Nahbereichsfahndung in unmittelbarer Bahnhofsnähe festgestellt werden. 

Der verständigte Staatsanwalt ordnete eine Haftrichtervorführung für einen der Schläger an, da er keinen festen Wohnsitz hat. Der 24-jährige Deutsche wurde nach erfolgter Vorführung ins Gefängnis gebracht. Die anderen Aggressoren durften nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen die Dienststelle verlassen.

Fünfter Angreifer stellt sich selbst - und widersetzt sich dann den Beamten

Aus eigener Veranlassung stellte sich der fünfte der Männer. Aufgrund unklarer Wohnanschrift entschied der verständigte Bereitschaftsstaatsanwalt auf Haftvorführung. Bis zur Vorführung wurde der 21-jährige Deutsche in die Zelle der Bundespolizei eingeschlossen. Dabei wehrte sich der Mann und leistete Widerstand.

Der 23-Jährige erlitt durch die Schläge und Tritte leichte Verletzungen. Eine ärztliche Untersuchung im Krankenhaus lehnte er ab und ging eigenständig nach Hause.

Die Bundespolizei leitete Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung, gefährlicher Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte ein.

Vorschaubild: © Daniel Karmann (dpa)