A6: Lastzug rammt defekten Familien-Kleinbus auf Seitenstreifen - Insassen "wie durch ein Wunder" nicht tödlich verletzt

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Bei einem schweren Unfall am Freitag (16. Juni 2023) auf der A6 im Kreis Nürnberger Land sind die drei Insassen einen Kleinbusses verletzt worden, als dieser auf dem Seitenstreifen von einem ...
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Benjamin Nolte/noltemedia/adobe.stock (Symbolbild)

Zu einem schweren Unfall ist es am vergangenen Freitag auf der A6 im Kreis Nürnberger Land gekommen. Eine Familie blieb mit ihrem defekten Kleinbus auf dem Seitenstreifen der Autobahn stehen - und wurde plötzlich von einem mit Holz beladenem Lastzug gerammt.

Wie die Verkehrspolizei Feucht (VPI) am Sonntag berichtet, ist es am Mittag des vergangenen Freitags (16. Juni 2023) zu einem schweren Unfall auf der A6 im Kreis Nürnberger Land gekommen.

Eine Familie war in Richtung Amberg unterwegs, als ihr Kleinbus gegen 12.10 Uhr zwischen den A6-Anschlussstellen Altdorf/Leinburg und Alfeld einen Defekt hatte. Aufgrund der Panne blieb das Fahrzeug auf dem Seitenstreifen liegen.

Auf A6-Seitenstreifen: Lastzug fährt zu weit rechts und kracht in liegen gebliebenen Kleinbus

Die 28-jährige Fahrerin hatte bereits die Warnblinkanlage eingeschaltet und war im Begriff, im Fond des Kleinbusses das Warndreieck zu suchen. Die 36-jährige Beifahrerin sowie die zehnjährige Tochter der Beifahrerin saßen noch angeschnallt auf ihren Plätzen im Kleinbus. In diesem Moment näherte sich ein Lastzug auf der rechten Fahrspur, der aus noch ungeklärten Gründen zu weit nach rechts und teilweise auf dem Seitenstreifen fuhr.

Der Lastzug prallte ungebremst mit der rechten Front gegen das linke Heck des Kleinbusses. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Kleinbus nach vorne geschleudert und um 180 Grad gedreht. Das völlig demolierte Fahrzeug kam schließlich entgegen der Fahrtrichtung teilweise auf der rechten Fahrspur, teilweise auf dem Standstreifen zum Stehen.

Durch die Kollision kippte der mit Holz beladene Anhänger des Lastzuges um und blieb auf dem Grünstreifen rechts neben der Fahrbahn liegen.

Insassen leicht bis mittelschwer verletzt - 75.000 Euro Schaden

"Wie durch ein Wunder wurden die drei Insassen des Kleinbusses nur leicht bis mittelschwer verletzt", teilt die VPI mit. Alle drei trugen Prellungen sowie Schnittwunden vom Unfall davon und wurden in umliegende Krankenhäuser zur Behandlung transportiert. Zur Erstversorgung der Verletzten landete auch ein Rettungshubschrauber an der Unfallstelle. Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt.

Zur Versorgung der Verletzten und zur Unfallaufnahme war die A6 zeitweise in beide Richtungen komplett gesperrt. Für die Bergung der Fahrzeuge war die Richtungsfahrbahn Amberg teilweise bis in die Abendstunden für den Verkehr gesperrt.

Gegen den 45-jährigen Lkw-Fahrer wurde durch die Beamten der Verkehrspolizei Feucht ein Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden des Unfalls auf rund 75.000 Euro.

VPI weist auf richtigen Verhalten bei Pannen auf Autobahnen hin

In diesem Zusammenhang weist die Verkehrspolizeiinspektion Feucht auf die sicheren Verhaltensweisen bei Pannen auf Autobahnen hin:

  • "Schalten Sie die Warnblinkanlage ihres Fahrzeuges ein und ziehen sie Warnwesten an. Hierbei ist es ratsam nicht nur die vorgeschriebene Warnweste für den Fahrer, sondern für alle Insassen eine Warnweste im Fahrzeug zu haben.
  • Stellen Sie in ausreichender Entfernung, auf Autobahnen mindestens 100 Meter, das Warndreieck auf. Verwahren Sie alle diese Gegenstände im Fahrzeug so, dass sie diese auch schnell erreichen, wenn das Fahrzeug voll beladen ist.
  • Verlassen Sie schließlich das Fahrzeug und begeben Sie sich hinter die Schutzplanke rechts neben der Fahrbahn in Sicherheit. Sollten Sie das Fahrzeug nicht verlassen können, legen Sie auf jeden Fall den Sicherheitsgurt an."