Probieren geht über studieren: Hat sich wohl auch das Nürnberger Umweltreferat gedacht und im Jahr 2006 zum ersten Mal unter dem Titel "Bio erleben" ein "Bio-Festival" ins Leben gerufen, bei dem sich die Besucher mit allen Sinnen für Bio-Produkte begeistern lassen können.

Nürnberger Bio-Festival: Eröffnung und Höhepunkte

Rund 40.000 Gäste werden zu "Bio erleben" an diesem Wochenende (19. - 21. Juli) auf dem Nürnberger Hauptmarkt erwartet. Los geht es in diesem Jahr mit dem "Bio-Festival" bereits am Freitag. Um 13 Uhr eröffnet Umweltreferent Peter Pluschke (Grüne) die Veranstaltung auf dem Hauptmarkt. Programmatisch setze "Bio erleben" auf die verführerische Mischung aus feinen Bio-Essensangeboten und abwechslungsreicher Unterhaltung auf der Bühne. Am Samstag schwingt sogar Oberbürgermeister Ulrich Maly (SPD) ab 13.45 Uhr auf der Genussbühne den Kochlöffel.

"Bio erleben": Das Programm

Besonders "Bio-Gourmets" dürften ab Freitag in Nürnberg auf ihre Kosten kommen. Denn bei "Bio erleben" werden ausschließlich Bio-Lebensmittel angeboten. Gleich neben der Genuss- und Kulturbühne auf dem Hauptmarkt hat das Kloster Plankstetten aus der Oberpfalz seinen Imbiss-Stand aufgebaut. Auch das Riedenburger Brauhaus darf mit seinen Bio-Bierspezialitäten aus dem Altmühltal nicht fehlen. Mit der "Neumarkter Lammsbräu" sind auch die Bio-Bier-Pioniere dabei. Auch ein "grüner Biergarten" lockt auf dem Hauptmarkt zum Verweilen an. Frische Bio-Backwaren serviert die Bäckerei Imhof aus Nürnberg. "Neben dem Marktgeschehen gibt es ein spannendes Kulturprogramm mit Musik, Kabarett und Zauberei", freut sich Peter Pluschke, der grüne Umweltreferent der Stadt. Modenschauen und Bandauftritte, Kochshows und Verkostungen sollen das Gesamtpaket abrunden, um möglichst viele Besucher auf den Hauptmarkt zu locken. In seiner Mischung aus gutem Essen und feiner Unterhaltung sei "Bio erleben" einzigartig, ist sich Pluschke sicher. "Bio" gehe jedoch nicht nur durch den Magen, sondern auch über die Haut. Ökomode und Naturkosmetik seien laut Pluschke deshalb weitere Produktgruppen, die bei "Bio erleben" immer mehr an Bedeutung gewonnen hätten.

Nürnberg, die Bio-Metropole: Diese Ziele setzt sich die Stadt

Mit dem dreitägigen Bio-Event wolle die Stadt laut Umweltreferent Pluschke insgesamt zeigen, dass der Ökolandbau eine wichtige Zukunftsperspektive für die Landwirtschaft rund um die Frankenmetropole bieten kann. Seit 2003 versteht sich Nürnberg als Biometropole. Bis 2020 wolle die Stadt einen Bio-Anteil in Höhe von 75 Prozent beispielsweise in städtischen Kindergärten erreichen. Auch die Vernetzung von Stadt und Land wolle sie voranbringen. Die Idee: Nürnberg fördert den Verkauf von ökologisch erzeugten Lebensmitteln aus der Region. Die Verbraucher in der Großstadt sollen damit über kurze Wege mit Bio-Obst, Bio-Gemüse und Bio-Fleisch beispielsweise auf Wochenmärkten versorgt werden. Und tatsächlich steigt der Bio-Fachhandel wieder stärker: Aber kann Bio billig sein?