Bahnstrecke Nürnberg-Regensburg: Nach Sperrung drohen nun Störungen
Autor: Manuel Dietz, Agentur dpa
Nürnberg, Mittwoch, 29. Juli 2026
Die Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Regensburg geht nach monatelanger Sperrung wieder in Betrieb. Reisende müssen jedoch mit anfänglichen Störungen rechnen.
Mehr als sechs Monate lang war die Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Regensburg wegen Sanierungsarbeiten vollständig gesperrt. Reisende mussten auf Ersatzbusse ausweichen und längere Fahrzeiten in Kauf nehmen. Ursprünglich sollten die Bauarbeiten fünf Monate dauern und bis zum 10. Juli 2026 abgeschlossen sein. Doch Anfang des Monats informierte die Bahn darüber, dass der Termin aufgrund von Verzögerungen bei der Sicherheitsüberprüfung der Stellwerktechnik nicht eingehalten werden könne und die Vollsperrung deshalb verlängert werden müsse.
Einige Wochen später ist nun ein Ende der Sperrung in Sicht. Bereits seit Montag (27. Juli 2026) verkehrt die S-Bahnlinie 3 auf dem Teilabschnitt Nürnberg-Neumarkt wieder im Stundentakt. Mit Betriebsbeginn am kommenden Samstag (1. August 2026) und damit pünktlich zum Start der bayerischen Sommerferien soll auf der gesamten Strecke dann wieder planmäßig der Verkehr rollen. Doch auf der modernisierten Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Regensburg könnte es laut der Deutschen Bahn zunächst noch vereinzelt zu Störungen kommen.
Fachteams auf Bahnstrecke Nürnberg-Regensburg im Einsatz
"Trotz sorgfältiger Abnahmen und Prüfungen der technischen Anlagen können bestimmte Mängel oder verdeckte Fehler erst im Realbetrieb unter verkehrlicher Belastung festgestellt und beseitigt werden", erklärte eine Bahnsprecherin nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Entlang der Strecke seien deshalb Fachteams im Einsatz, um auftretende Störungen schnellstmöglich zu beheben.
Video:
Mit 350 Zügen täglich ist die Strecke Nürnberg-Regensburg nach Angaben der Bahn eine der meistbefahrenen in Bayern. In den vergangenen Monaten wurden auf der bedeutenden Verkehrsachse rund 80 Kilometer neue Gleise verlegt, etwa 90 Kilometer Oberleitungen erneuert und 20 Bahnhöfe saniert. Für die umfassende Sanierung wurde die Strecke die gesamte Zeit über komplett gesperrt.
Seit dem 14. Juni läuft bereits die nächste Generalsanierung in Bayern: Die Strecke zwischen Obertraubling (Landkreis Regensburg) und Passau ist komplett gesperrt. Dort sollen 120 Kilometer Gleise, 140 Weichen und 90 Kilometer Oberleitungen sowie mehrere Stellwerke erneuert oder instand gesetzt werden. Zudem werden neun Bahnhöfe modernisiert. Die Bauarbeiten sollen bis Frühjahr 2027 andauern. Auch weitere Generalsanierungen sind in Planung: 2027 steht die stark frequentierte Strecke zwischen Rosenheim und Salzburg an, ab dem Jahr 2028 folgen die Strecken zwischen München und Rosenheim, Würzburg und Treuchtlingen, Würzburg und Nürnberg sowie Ulm und Augsburg. Weitere Nachrichten aus Nürnberg findet ihr in unserem Lokalressort.