In der Nacht auf Donnerstag (07.10.2021) kam es auf der A6 in Richtung Waidhaus auf der Höhe von Schwabach gleich zu mehreren Verkehrsunfällen bei denen insgesamt fünf Personen leicht verletzt wurden. 

Gegen 21.30 Uhr ereignete sich zwischen der Anschlussstelle Roth und dem Autobahnkreuz Nürnberg-Süd ein Auffahrunfall zwischen einem Kleintransporter und einem Lkw-Zug.  Der 27-jährige Fahrer des Kleintransporters hatte den rechten Fahrstreifen befahren und war aus bislang ungeklärter Ursache auf das Heck des Lkw-Anhängers aufgefahren. Bei dem Zusammenstoß blieben sowohl der Unfallverursacher, als auch der 60-jährige Berufskraftfahrer unverletzt. Es entstand ein Sachschaden von etwa 15.000 Euro. 

Unfallserie auf A6: Insgesamt fünf verletzte Personen in Krankenhäuser gebracht 

Kurze Zeit danach befuhr ein 28-Jähriger mit einem Kleintransporter ebenfalls die A6 in Richtung Waidhaus. Der Mann musste dem zuvor verunfallten Kleintransporter auf den mittleren Fahrstreifen ausweichen und verzögerte kurzerhand sein Fahrzeug. Eine nachfolgende 32-Jährige wechselte ebenfalls auf den mittleren Fahrstreifen und stieß dabei gegen das Heck des vorausfahrenden Kleintransporters. 

Der 28-jährige Fahrer verlor durch den Stoß die Kontrolle über sein Fahrzeug. Der Wagen geriet somit ins Schleudern und prallte gegen die Mittelschutzleitplanke. Dabei kippte der Transporter auf die linke Seite und kam quer auf der Fahrbahn zu liegen. Beide Personen wurden bei dem Unfall leicht verletzt und in nahe gelegene Krankenhäuser eingeliefert.

Im Kleintransporter befand sich außerdem ein Hund, welcher augenscheinlich unverletzt blieb und vorübergehend an einen Mitarbeiter des Tierheims übergeben wurde. Beide Unfallbeteiligten Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Die aufwendigen Bergungsarbeiten dauerten etwa vier Stunden. 

Bevor Unfallstelle geräumt war, ereignete sich nächster Auffahrunfall mit drei Lkw

Noch bevor die Unfallstelle vollständig geräumt war, ereignete sich gegen 00:10 Uhr zwischen den Anschlussteilen Schwabach-West und Schwabach-Süd am Stauende ein weiterer Verkehrsunfall mit drei beteiligten Lastwagen. Alle drei Lkw befuhren ebenfalls den rechten Fahrstreifen der A6 in Richtung Waidhaus. Während die Fahrer der beiden ersten Lkw das Stauende bemerkten und bereits die Warnblinkanlagen eingeschaltet hatten, übersah der dritte Lkw-Fahrer das Stauende.

Trotz einer Vollbremsung und Ausweichlenkung konnte der 40-Jährige ein Auffahren auf den bereits stehenden Lkw  nicht mehr verhindern. Das Lkw-Gespann des Unfallverursachers wurde nach links abgewiesen, prallte gegen die Mittelschutzwand und kippte um. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Lkw auf den ersten Lastwagen geschoben. Bei dem Unfall wurden alle drei Kraftfahrer leicht verletzt und in umliegende Krankenhäuser eingeliefert. 

Beide linken Fahrstreifen aktuell gesperrt - Umleitung über rechte Fahrbahn sowie Standstreifen

Sowohl an den beteiligten Fahrzeugen als auch an der Betonschutzwand sowie dem Fahrbahnbelag entstanden massive Beschädigungen. Die Schadenshöhe wird auf etwa 100.000 Euro geschätzt. Aufgrund der Bergungsarbeiten musste die Richtungsfahrbahn Waidhaus vollständig gesperrt werden.

Zum aktuellen Zeitpunkt sind die beiden linken Fahrstreifen gesperrt und der Verkehr wird über den rechten Fahrstreifen, sowie den Standstreifen an der Unfallstelle vorbeigeleitet. Nach Informationen der Autobahnmeisterei wird diese Verkehrsführung voraussichtlich noch bis zu den Mittagsstunden bestehen bleiben.

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