Dank einer klaren Leistungssteigerung verdient sich der 1. FC Nürnberg drei Punkte in Sandhausen. Neuzugang Duah wird zum Matchwinner. Club-Trainer Klauß findet dennoch kritische Worte.

Kwadwo Duah breitete seine Arme aus und stürmte zur Bank des 1. FC Nürnberg. Mit einem sehenswerten 16-Meter-Hammer brachte der 25 Jahre alte Neuzugang seine Mitspieler und Trainer am Samstag in der 93. Minute zum Toben und bescherte dem Fußball-Zweitligisten ein glückliches 2:1 beim SV Sandhausen. "Es freut mich, dass ich dem Team helfen und den Fans einen Sieg schenken konnte", sagte der Stürmer, der im Juli vom FC. St. Gallen gekommen war.

FCN kämpft sich zurück ins Spiel: Duah trifft zum Sieg in der Nachspielzeit

Selbst den sonst so in sich gekehrten Club-Trainer Robert Klauß hielt es nach dem erlösenden Last-Minute-Treffer nicht mehr ruhig auf seinem Sitz. "Es war ein unbeschreibliches Gefühl, wie wir nach dem Tor alle miteinander gejubelt haben", berichtete der Fußball-Lehrer.

Der Negativtrend der Franken ist eine Woche nach dem miserablen 0:3 gegen Heidenheim vorerst gestoppt. Dank einer Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit gelingt den ambitionierten Nürnbergern vor 5701 Zuschauern der zweite Saisonsieg. "Am Ende wollten wir es einen Tick mehr und haben glücklich gewonnen", sagte Klauß.

Für die erneut schlechten ersten 45 Minuten, in denen Nürnberg durch einen Treffer von Bashkim Ajdini (33.) in Rückstand geriet, fand der 37-Jährige aber auch kritische Worte. "Das war einfach zu wenig. Zu wenig Mut, zu wenig Energie", monierte Klauß.

Klauß bleibt trotz Sieg kritisch: "Gesicht aus zweiter Halbzeit immer bringen"

Die Nürnberger kämpften sich nach dem Seitenwechsel aber zurück ins Spiel und Christoph Daferner (49.) glich nach einem Eckstoß per Kopf aus. "Wir haben es uns dann echt verdient", befand der Torschütze.

Mit einer La-Ola-Welle feierten die Nürnberger Kicker vor dem vollgepackten Gästeblock ihren Erfolg. Klauß dachte da wohl schon an das nächste Heimspiel gegen den Hamburger SV: "Die Lehre aus dem Spiel muss sein, dass wir unser Gesicht aus der zweiten Halbzeit immer bringen", forderte der FCN-Coach.

Abseits des Rasens kam es allerdings zu unschönen Szenen im Nürnberger Fanblock. Mehrfach flogen Getränke aufs Spielfeld.