In den frühen Sonntagmorgenstunden ist es im Kreis Neustadt an der Aisch - Bad Windsheim zu einem tödlichen Verkehrsunfall gekommen. Der Unfallverursacher selbst rief die Polizei. Nun zeigte eine Obduktion, wie es zum Tod seines Beifahrers kam.
Update vom 30.08.2023, 10.30 Uhr: Obduktion klärt Todesursache - Mann nicht bei Unfall gestorben
Am Sonntag (27. August) kam es beim Bad Windsheimer Ortsteil Lenkersheim zu einem schweren Unfall. Ein betrunkener 28-Jähriger wollte seinen Wagen wenden und rutschte in den Graben. Die Polizei fand bei der Bergung im Auto einen Toten - und der Verstorbene stellte die Beamten vor ein Rätsel. Da er auf den ersten Blick unverletzt schien, drängte sich die Frage auf: War er schon vor dem Unfall tot?
Nun hat die Obduktion des 60-Jährigen Klarheit geschaffen, wie die Polizei Mittelfranken auf Nachfrage bestätigte. Der Tod des Mannes habe eine "innere Ursache" gehabt, wie ein Sprecher der Ermittlungsbehörde mitteilte. "Es kann sein, dass er vorher oder währendessen verstorben ist." Laut der Polizei litt der Mann an gesundheitlichen Problemen, an denen er letztlich starb. Zur genauen Todesursache wollte sich die Polizei zum Schutz der Privatsphäre des Verstorbenen nicht äußern.
Laut derzeitigem Ermittlungsstand wollte der Fahrer, bei dem später knapp zwei Promille gemessen wurden, gegen 4 Uhr morgens seinen Wagen auf einem Feldweg wenden und landete im Graben. Er suchte im Dorf nach Hilfe, während der tote 60-Jährige und ein weiterer, leicht verletzter 51-Jähriger im Auto blieben.
Wegen Fluchtgefahr bestand ein Haftantrag gegen den 28-Jährigen. Dieser wurde laut der Polizei mittlerweile aufgehoben. Die Ermittlungen zum Unfall sind aber noch nicht vollständig abgeschlossen.
Update vom 27.08.2023, 13.30 Uhr: Unfall um toten Beifahrer gibt Rätsel auf - war er schon vor dem Unfall tot?
Ein Unfall mit einem toten Beifahrer auf einem Feldweg zwischen Bad Windsheim und Lenkersheim in Mittelfranken gibt der Polizei Rätsel auf. Den 60-jährigen Beifahrer fand die Polizei tot im Unfallfahrzeug. "Da aufgrund des Schadensbildes von einer geringen Geschwindigkeit zum Unfallzeitpunkt auszugehen ist, wird nun geprüft, ob der Tod des Mannes im Zusammenhang mit dem Unfall steht", teilten die Ermittler mit.
Der 28 Jahre alte Fahrer wollte demnach nach ersten Erkenntnissen mit seinem Auto rückwärts wenden, als er von der Fahrbahn abkam und in einen Graben rutschte. Wie die Polizei weiter berichtete, ergab ein freiwillig durchgeführter Alkoholtest bei dem 28-Jährigen eine Atemalkoholkonzentration von knapp zwei Promille. Er alarmierte selbst die Rettungskräfte, die jedoch nur noch den Tod des Beifahrers feststellen konnten. Der 60-Jährige habe keine äußeren Verletzungen aufgewiesen, weshalb die genaue Todesursache noch unklar sei.
Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Blutentnahme beim Fahrer an und stellte das Unfallauto sicher. Zudem beantragte sie Haftbefehl gegen den 28-Jährigen wegen Fluchtgefahr. Er sollte noch am Sonntag einem Haftrichter vorgeführt werden.
Erstmeldung vom 27.08.2023: Unfallverursacher setzt Notruf ab - 60-Jähriger tot aus Auto geborgen
Am frühen Sonntagmorgen (27. August 2023) ist es zwischen Bad Windsheim und Lenkersheim im Kreis Neustadt an der Aisch - Bad Windsheim zu einem Verkehrsunfall mit einem alleinbeteiligten Auto gekommen. Die Rettungskräfte konnten vor Ort nur noch den Tod eines im Auto befindlichen 60-Jährigen feststellen, wie das Polizeipräsidium Mittelfranken berichtet.
Gegen 04:00 Uhr informierte der 28-jährige Fahrer des verunfallten Autos die Rettungskräfte über Notruf und teilte den Unfall mit einer verstorbenen Person auf einem land- und forstwirtschaftlichen Weg nahe Lenkersheim mit. Vor Ort stellten die Beamten beim Fahrer einen deutlichen Alkoholgeruch fest. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab eine Atemalkoholkonzentration von umgerechnet knapp 2 Promille.
60-Jähriger tot aus Auto geborgen: Fahrer (28) alkoholisiert
Nach derzeitigem Kenntnisstand wollte der 28-Jährige zusammen mit dem 60-Jährigen an der Unfallstelle rückwärts wenden. Hierbei kam er alleinbeteiligt von der Fahrbahn ab und rutschte mit seinem Auto in einen Graben. Der Fahrer des Pkws wurde bei dem Unfall leicht verletzt und konnte sich selbst aus dem Fahrzeug befreien. Der äußerlich nahezu unverletzte 60-jährige Mitfahrer konnte nur noch tot geborgen werden.
Da aufgrund des Schadensbildes von einer geringen Geschwindigkeit zum Unfallzeitpunkt auszugehen ist, wird nun geprüft, ob der Tod des Mannes im Zusammenhang mit dem Unfall steht. Die kriminalpolizeilichen Maßnahmen zur Klärung der genauen Todesumstände werden vom Kriminaldauerdienst Mittelfranken übernommen, so das Polizeipräsidium in seiner Mitteilung.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde beim 28-jährigen Fahrer eine ärztliche Blutentnahme durchgeführt und das Unfallfahrzeug sichergestellt. Zudem stellte die Staatsanwaltschaft gegen den Unfallfahrer Haftantrag wegen Fluchtgefahr. Der Tatverdächtige wird voraussichtlich im Laufe des Tages einem Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt.
Neben der Todesursache sind nun der genaue Unfallhergang sowie der Unfallzeitpunkt Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Beamte der Polizeiinspektion Bad Windsheim führten die Unfallaufnahme vor Ort durch. Die Beamten wurden hierbei auf Anordnung der Staatsanwaltschaft von einem Gutachter unterstützt.