Bad Windsheim (ots) -
Am Dienstagabend (26.12.2023) kam es in Bad Windsheim (Lkrs. Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim) zu einem versuchten Tötungsdelikt zum Nachteil eines 61-jährigen Rollstuhlfahrers. Der Kriminalpolizei Ansbach gelang es zeitnah eine dringend tatverdächtige Frau festzunehmen.
Gegen 19:15 Uhr erhielt die Polizei über die Integrierte Leitstelle die Mitteilung über einen verletzten Rollstuhlfahrer im Kurpark. Bei Eintreffen einer Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Bad Windsheim bestätigte sich der Sachverhalt. Der Mann wies Schnitt-/bzw. Stichverletzungen am Hals sowie Schnittverletzungen an den Händen auf. Er gab zunächst an, von einem unbekannten Mann ausländischer Herkunft überfallen worden zu sein.
Der 61-Jährige wurde mit schweren, jedoch nicht lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.
Die Beamten leiteten unmittelbar umfangreiche Fahndungsmaßnahmen ein, in welche mehrere Streifen und auch ein Diensthundeführer eingebunden waren. Diese führten nicht zur Ergreifung eines Tatverdächtigen bzw. zur Auffindung eines mutmaßlichen Tatwerkzeugs.
Zeitgleich führten Beamte der Kriminalpolizei Ansbach in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth erste Ermittlungsmaßnahmen durch. Im Rahmen von Zeugenvernehmungen stellte sich heraus, dass sich das Opfer am Tattag mit einer Frau treffen wollte. Grund hierfür wären finanzielle Belange bzw. mutmaßliche Schulden gewesen.
Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde am späteren Abend des 26.12.2023 die Wohnung der betreffenden Frau in Bad Windsheim durchsucht. Die Wohnungsinhaberin wies eine Schnittwunde an der Hand auf, zudem fanden die Beamten in ihrer Wohnung mutmaßliche Beweismittel.
In einer nochmaligen Vernehmung des Geschädigten korrigierte dieser seine vormals gemachten Angaben und erklärte nun, den Überfall durch den fremden Mann erfunden zu haben. In Wahrheit hätte ihn seine Bekannte, auf Grund finanzieller Verbindlichkeiten, in den Kurpark gelockt und ihn dort mit einem Messer angegriffen.