Wegen des Verdachts auf Kinderpornografie haben Ermittler sieben Objekte in zwei unterfränkischen Landkreisen durchsucht. Ermittelt werde gegen sieben Männer im Alter zwischen 24 und 50 Jahren, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte.

Sie würden verdächtigt, Abbildungen von Kindesmissbrauch besessen und verbreitet zu haben. Allerdings stünden die Fälle nicht in einem Zusammenhang. In den vergangenen Jahren sei laut der Polizei ein sehr starker Anstieg der Straftaten im Zusammenhang mit der Verbreitung pornographischer Schriften und speziell der Verbreitung von kinderpornographischen Schriften zu erkennen.

Große Durchsuchungsaktion wegen Kinderpornografie in Unterfranken

Im Bereich des Polizeipräsidiums Unterfranken war bereits von 2019 auf 2020 eine Steigerung der Fallzahlen von 263 Taten auf 496 Taten festzustellen. Das entspricht einer Steigerung von 88,6 Prozent. Auch im Jahr 2021 setzte sich diese Entwicklung fort und es gab einen nochmaligen Anstieg auf 635 Fälle (28 %). Bei den Durchsuchungen am Mittwoch in den Landkreisen Miltenberg und Aschaffenburg stellten die Ermittler umfangreiches Beweismaterial in Form von elektronischen Geräten und Speichermedien sicher, die nun aufwendig von IT-Forensikern ausgelesen und ausgewertet werden müssen.

In einer Wohnung seien zudem Drogen gefunden worden. Ein Mann müsse sich nun wegen deren Besitz verantworten. In einem weiteren Objekt fanden die Ermittler diverse Waffen und Munition, bei denen nun geprüft werde, ob sie ihr Eigentümer legal besessen hat.

Polizei und Staatsanwaltschaft werten die Aktion als Erfolg im Kampf gegen Kinder- und Jugendpornographie. Den Tatverdächtigen würde so deutlich aufgezeigt, dass sie sich in der Anonymität des Internets nicht verstecken können. Da hinter jedem Fall von Kinder- und Jugendpornographie Opfer und Schicksale stehen, werden Polizei und Justiz auch in Zukunft mit allen zur Verfügung stehenden rechtsstaatlichen Mitteln daran arbeiten, den Straftätern das Handwerk zu legen.