Ein 25-Jähriger hat am Dienstagabend (19.10.21) für einen größeren Polizei- und Feuerwehrwehreinsatz im Stadtgebiet gesorgt. Der Mann drohte vom Dach eines Mehrfamilienhauses zu springen, um die Vollstreckung eines gegen ihn erlassenen Haftbefehls zu verhindern. Letztendlich konnte er aber zum Aufgeben bewogen werden. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Die Marktheidenfelder Polizei war zunächst in anderer Sache am Einsatzort gebunden, weil nach einem Verkehrsdelikt in der Wohnung eines anderen jungen Mannes unterschiedliche Betäubungsmittel aufgefunden worden waren. Während dieses Einsatzes flüchtete der 25-Jährige gegen 17.00 Uhr plötzlich auf das Dach des Hauses. Er hatte sich zufällig auch in dem Mehrfamilienhaus aufgehalten und offenbar befürchtet, aufgrund eines gegen ihn bestehenden Haftbefehls festgenommen zu werden.

Marktheidenfeld: Mann droht mit Sprung von Dach - Speziell geschulte Beamte im Einsatz

Der Gesuchte machte deutlich, sich lieber in die Tiefe zu stürzen, als von der Polizei mitgenommen zu werden. Um das Schlimmste zu verhindern, alarmierten die Beamten sofort die Feuerwehr und forderten die Verhandlungsgruppe des Polizeipräsidiums Unterfranken an. Es handelt sich hierbei um Polizisten, die für derartige Einsatzlagen speziell geschult sind. Ein Beamter der Polizeiinspektion Marktheidenfeld konnte den 25-Jährigen mit kommunikativen Mitteln beruhigen. Da sich der Mann offenbar in einer psychischen Ausnahmesituation befand, wurde er in ein Bezirkskrankenhaus gebracht. 

In der Regel wird nicht über Suizidfälle berichtet. Eine Berichterstattung erfolgt nur bei Einsätzen mit besonderer Öffentlichkeitswirksamkeit. 
 
Sollten Sie selbst Suizidgedanken haben, erhalten Sie unter den kostenlosen Rufnummern der Telefonseelsorge, Tel. 0800/1110111 oder 0800/1110222, rund um die Uhr Unterstützung oder weiterführende Hilfe von Beratern, die Ihnen Auswege aus Ihrer schwierigen Situation aufzeigen können. 

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