• Tierheim Lichtenfels braucht Stroh, um Außengehege winterfest zu machen
  • Familie meldet sich mit schöner Überraschung
  • Tierheim appelliert an alle: "Notwendigkeit erkennen und handeln"

Ende Oktober meldete sich das Tierheim Lichtenfels mit einem Hilferuf auf Facebook. Für den Winter werde dringend Stroh benötigt, heißt es dort. Nun hat sich Hilfe gefunden - eine Familie mit zwei kleinen Kindern hat Ballen besorgt.

Tierheim Lichtenfels: Dafür wird dringend Stroh benötigt

"Zum einen brauchen wir es als Einstreu bei unseren Kleintieren, bei den Kaninchen auch für den Unterschlupf draußen", erklärt Tierheimleiterin Sandra Schunk inFranken.de. "Zum anderen brauchen wir das Stroh auch für das große Außengehege unserer Hunde. Da gibt es ein Holzhäuschen mit mehreren Hundehütten, die wir im Winter mit Stroh auslegen." Das Stroh wärme besser und ziehe außerdem weniger Feuchtigkeit an als Handtücher, so Schunk. Da es aber regelmäßig ausgetauscht und nachgefüllt werden muss, wird immer wieder neues Stroh gebraucht.

Eine Followerin auf Facebook, Vanessa, habe den Aufruf des Tierheims gesehen und angefangen zu recherchieren, wo sie Stroh herbekommen kann, erklären die Tierschützer*innen online. "Vanessa hat vor einem Jahr einen Hund aus dem Tierheim übernommen, seitdem stehen wir in Kontakt", so Schunk. Gemeinsam mit ihrem Bruder und den jeweiligen kleinen Söhnen der beiden habe Vanessa dann eine Anhängerladung Stroh ins Tierheim gebracht. 

"Wir freuen uns total darüber. Wir freuen uns über jede noch so kleine Geste", sagt Schunk. "Es ist schön, dass es Menschen gibt, die uns helfen." Auch auf Facebook loben die Tierschützer*innen die Aktion und drücken ihre Dankbarkeit aus: "Sehr coole Aktion von euch und für eure Kinder seid ihr ganz tolle Vorbilder. So läuft Tierschutz... Nicht grübeln und eine Zeichnung machen, sondern Notwendigkeit erkennen und handeln. Habt ganz lieben Dank, ihr seid eine tolle Familie."

Weitere Strohlieferung für Tierheim Lichtenfels angekündigt

Mittlerweile habe das Tierheim einen weiteren Anruf bekommen, in dem Helfer*innen angekündigt haben, Stroh vorbeizubringen. "Da bekommen wir nochmal die doppelte Menge. Damit haben wir vielleicht schon erstmal genug", zeigt Schunk sich positiv gestimmt.

Auch das Tierheim Bamberg braucht Hilfe. Vier Neuankömmlinge sollen bald aufgenommen werden - Straßenhunde aus Mazedonien. Um die Einreise und die Tierarztkosten finanziell stemmen zu können, bitten die Tierschützer*innen um Geldspenden.