Das bewegende Schicksal eines jungen Herdenschutzhundes hat eine Welle der Anteilnahme ausgelöst. Das Tierheim Lichtenfels berichtet von einem "Wunder der Tierliebe".
Hinter den Türen vieler Tierschutzorganisationen verbergen sich oft Schicksale, die tief berühren. Tiere werden ausgesetzt, verletzt oder einfach vergessen. Einige von ihnen haben trotz ihres jungen Alters schon schweres Leid erfahren. Ein solcher Fall bewegt derzeit das Tierheim Lichtenfels.
Vor wenigen Tagen wurde ein gerade einmal zehn Monate alter Welpe in der Einrichtung aufgenommen. Trotz seines jungen Alters musste er bereits viel Leid erdulden. Die Tierpfleger baten deshalb um Unterstützung, um dem armen Vierbeiner eine schmerzfreie Zukunft zu ermöglichen. 48 Stunden später folgte dann eine große Überraschung. Doch der Reihe nach.
"Schrecklicher Unfall": Tierheim Lichtenfels teilt tragisches Welpen-Schicksal
"Heute erreichte uns eine besonders traurige Geschichte", schrieben die Tierschützer am Mittwoch (11. Februar 2026) in einem Beitrag im Netz. Der niedliche Welpe war von seinen Besitzern in das Tierheim gebracht worden. Laut Angaben der Einrichtung handelt es sich dabei vermutlich um einen Herdenschutzmischling. Das Tragische an diesem Fall ist jedoch ein "schrecklicher Unfall", der sich zuvor ereignete: Der junge Hund wurde überfahren und zog sich dabei schwere Verletzungen zu.
"Sein linker Vorderlauf erlitt dabei einen komplizierten Bruch, der bereits operiert werden musste", hieß es seitens der Lichtenfelser Einrichtung. Doch das Leiden des Welpen war damit keineswegs vorbei. Beim Spielen im Garten, bei dem er unbeaufsichtigt und ungeschützt war, wurde der bereits operierte Vorderlauf erneut so schwer verletzt, dass eine weitere Operation unvermeidbar sei. Doch die anfallenden Kosten sind hoch.
"Die Tierärzte schätzen die Kosten für die Operation und Nachsorge auf circa 8000 Euro", teilten die Pfleger mit. Die Besitzer des kleinen Welpen hatten ihren Hund daraufhin im Tierheim abgegeben. Ein trauriges Schicksal, das bei Tierschutzorganisationen kein Einzelfall ist. So wurde der 13-jährige Mischlingsrüde Heinz kurz vor Weihnachten als Fundtier im Tierheim Nürnberg abgegeben. Ein Mischlingshundepärchen kam aufgrund des Todes der Besitzerin in dieselbe Einrichtung.
"Verdient die Chance, einfach Hund sein zu können": Tierheim bittet um Unterstützung
Die Kosten für eine weitere medizinische Behandlung des kleinen Herdenschutzmischlings verbleiben nun beim Tierheim Lichtenfels. Um dem Welpen ein unbeschwertes Leben zu ermöglichen, sei ein zweiter Eingriff unumgänglich, wie die Tierschützer betonen. "Ohne diese lebensrettende Operation wird er keine normale Zukunft haben", erklärte das Tierheim in seinem beitrag vom Mittwoch. "Dieser tapsige Welpe hat sein ganzes Leben noch vor sich und er verdient die Chance, schmerzfrei laufen, spielen und einfach Hund sein zu können."
Daher bat die Tierschutzorganisation um Unterstützung: "Bitte helfen Sie uns, diesem kleinen Kämpfer eine zweite Chance zu geben." Jeder Beitrag, so betonen die Mitarbeiter, helfe, die Operations- und Rehabilitationskosten zu decken. Sobald der Welpe wieder gesund ist, soll er in ein liebevolles Zuhause vermittelt werden. Einen Namen habe der Kleine laut Angaben des Tierheims bislang noch nicht. Zunächst setze man alles daran, ihm eine gute Genesung zu verschaffen.