Wenn ein neuer Trainer auf der Kommandobrücke steht, erhofft man sich natürlich immer, dass ein Ruck durch die Mannschaft geht. Mit Andi Gebhard ist uns ein echter Glücksgriff gelungen. Die Chemie zwischen Mannschaft und Trainer hat einfach zu 100 Prozent gepasst. Er ist ein akribischer Arbeiter, der sich bereits nach wenigen Tagen im Amt voll integriert hat und so den Jungs neues Leben eingehaucht hat. Leider wird er uns nach der Winterpause aus persönlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen, was er uns bereits bei Amtsantritt mitgeteilt hat. Der Kampf, am Ende über dem Strich zu stehen, geht nach der Winterpause mit dem neuen Trainer Stefan Sperber weiter. Was erwarten Sie vom neuen Coach und von der Mannschaft?
Die Messlatte für unseren neuen Trainer Stefan Sperber liegt jetzt natürlich hoch. Aber er stand von Anfang an auf unserer Liste ganz oben, was die Nachfolge von Gebhard betraf. Schnell konnten wir feststellen, dass die Chemie passt. Seine Vorstellungen, Fußball spielen zu lassen, mit Attributen wie Zweikampfstärke, Moral und Leidenschaft, decken sich zu 100 Prozent mit unseren Erwartungen an die Mannschaft. Zudem ist das Engagement längerfristig geplant.
TSV Marktzeuln (11./21) Der Saisonstart war mit sechs Niederlagen am Stück katastrophal. Worin sehen Sie die Gründe für diesen Fehlstart?
Lukas Engelmann (Spielertrainer): Den Start haben wir uns natürlich ganz anders vorgestellt. Es kamen viele Dinge zusammen. Angefangen von zu vielen Gegentoren, über schlechte Chancenverwertung und auch hier und da unglückliche Schiedsrichterentscheidungen. Es lief so ziemlich alles gegen uns, was ging. Das mussten wir erst mal alles verdauen. Es folgten acht Partien mit nur einer Niederlage, und auch danach zeigte sich die Mannschaft konkurrenzfähig. Worauf führen Sie diese Wende zum Positiven zurück? Nach diesem Start sich so zurückzukämpfen, war nicht einfach und eine Leistung des ganzen Teams. Wir hatten durch die ersten Punkte auch ein bisschen mehr Selbstvertrauen. Dann gewinnt man auch mal ein enges Spiel, das früher noch verloren gegangen wäre. Es fällt auf, dass das Team gegenüber der Konkurrenz bis Platz 14 viele Gegentore kassiert hat. Ist nur hier der Hebel anzusetzen oder an welchen Stellschrauben muss noch gedreht werden?
Aufgrund unseres Startes sind wir fast verpflichtet, in jedem Spiel was mitzunehmen. Von daher wird es bis zum Ende spannend bleiben. Wir befinden uns generell auf einem guten Weg, nur müssen wir in unserem Spiel noch konsequenter und mutiger werden. Wenn wir an uns glauben, werden wir das Ziel Klassenerhalt auch schaffen! Die Qualität dafür ist auf jeden Fall vorhanden. SpVgg Ebing (15./14) Unter Trainer Norbert Wagner holte die Mannschaft bis Spieltag 12 gerade mal fünf Zähler. Insbesondere die Heimbilanz ließ viele Wünschen offen. Worin sahen Sie die Gründe für dieses Abschneiden?
Sascha Haupt (Vorstand Sport): Einen der Hauptgründe sehen wir darin, dass wir die Abgänge aus der letzten Saison nicht kompensieren konnten und wir am Anfang der Saison mit Verletzungen zu kämpfen hatten.
Nach dem 3:2-Sensationssieg über Schammelsdorf zogen Sie die Reißleine, stellten den - damals nicht anwesenden - Coach frei. Warum gerade zu diesem Zeitpunkt?
Wir haben versucht, dadurch einen neuen Impuls zu setzen. Teilweise ist uns dies gelungen.
Was muss nun geschehen, damit das Ziel Klassenerhalt doch noch verwirklicht werden kann?
Es muss eine gute Vorbereitung gespielt werden, die uns dann in die Lage versetzt, voll anzugreifen. Zudem müssen alle mitziehen, die Einstellung in jeder Partie stimmen. Das sind die Grundvoraussetzungen, unser Ziel doch noch zu erreichen.
SC Jura Arnstein (16./8) Das Abenteuer Bezirksliga, der größte Erfolg in der Vereinsgeschichte, dürfte ein Intermezzo für nur eine Saison werden. Sie wussten um die Schwere der Aufgabe, doch hatten Sie sich nicht doch mehr ausgerechnet?
Stephan Rehe (Spielleiter): Wir wussten von Anfang an, dass es kein einfaches Jahr wird. Unser Ziel war der Klassenerhalt. Doch dass es so extrem kommt, davon gingen wir nicht aus. Gerade zu Saisonbeginn hielten wir gut mit. Doch in dieser Klasse werden Fehler schnell bestraft. Hin und wieder fehlte uns dann auch noch das Quäntchen Glück. Welche Gründe sehen sie in diesem Abschneiden oder ist die Liga nur einfach eine Nummer zu groß?
Zum einen ist es sicherlich das höhere Niveau im Vergleich zur Kreisliga. Wenn man es als Aufsteiger nicht schafft, in jedem Spiel seine volle Leistung abzurufen, ist es schwer, etwas Zählbares mit nach Hause zu nehmen. Zum anderen spielt aber auch unsere Verletztenmisere im bisherigen Saisonverlauf eine große Rolle. Zeitweise fehlten uns acht wichtige Spieler, was nicht zu kompensieren war. Welches Ziel setzen Sie sich für die restlichen Begegnungen? Sind Verstärkungen geplant?
In Hinterkopf haben wir noch den Klassenerhalt, auch wenn es schwer wird. Auf jeden Fall wollen wir uns in den restlichen Spielen so gut es geht verkaufen und keinesfalls als Kanonenfutter dienen. Wenn nach der Winterpause hoffentlich der Großteil der Verletzten wieder an Bord ist, bin ich guter Dinge, den einen oder anderen gestandenen Verein noch etwas zu ärgern. Tabelle zur Winterpause Bezirksliga Ofr. West 1Sylvia Ebersd.18551840 2TSV Burgebrach20402438 3TSV Breitengüßb.193723364TSV Schammelsdorf193620355TSV Mönchröden194322346FC Oberhaid183422297FSV Buttenheim182925298DJK Bamberg II192727279SV Merkendorf1828232410TSV Ebensfeld2018292211TSV Marktzeuln2028422112SV Ketschendorf18152120 13FC Mitwitz19173319 14TSV Sonnefeld1915391815SpVgg Ebing1830491416Jura Arnstein1820558