Ungeschlagener Tabellenführer, letzte Woche den vermeintlich stärksten Verfolger aus der Halle "geschossen" - eigentlich könnte es im Lager der Bezirksoberliga-Handballerinnen der SG Kunstadt-Weidhausen derzeit ausreichend Gründe geben, euphorisch auf die kommenden Herausforderungen zu blicken. Doch die Mannschaft von Trainerin Christine Gahn tut gut daran, auch die am Sonntag (17.30 Uhr, Dreifachhalle Marktleugast) wartende Auswärtshürde beim TV Gefrees mit einer gewissen Vorsicht anzugehen.

Immerhin schlugen die Gefreeserinnen am vergangenen Sonntag überraschend deutlich den Landesliga-Absteiger TV Helmbrechts und treten nach diesem Auswärtscoup am Sonntag mit ganz viel Selbstvertrauen gegen die SG Kunstadt-Weidhausen an.

Gefrees amtierende Meister

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Hinzu kommt, dass die Mannschaft von Trainer Josef Hermanek in der vergangenen Saison als Bezirksoberliga-Meister eigentlich das Ticket für die Landesliga gelöst hatte, das Aufstiegsrecht aber nicht in Anspruch nahm. Dabei hat die Mannschaft mit Spielerinnen wie Dörfler, Hermankova, Greiner und Hutschenreuther durchaus Landesliga-Potenzial und ist trotz der bisherigen zwei Niederlagen weiter ein echter Titelaspirant, den man gerade vor eigenem Publikum nicht unterschätzen darf.

Hinzu kommen die zwei Gesichter, die die SG-Truppe im Spitzenspiel gegen Marktleugast gezeigt hatte. Eine ähnlich durchwachsene Leistung wie in der ersten Halbzeit sollten sich Seufert & Co. beim TVG keinesfalls erlauben.

Allerdings haben die Frauen vom Obermain bewiesen, dass sie trotz des verletzungsbedingten Ausfalls ihrer Spitzenspielerin Steffi Hergenröder über ausreichend Offensivkraft verfügen, um die Tabellenspitze weiter zu verteidigen. Tritt die SG am Sonntag erneut so geschlossen wie in den zweiten 30 Minuten gegen Marktleugast auf, dann wird sie am Sonntag einen echten Konkurrenten vorzeitig auf Abstand in der Tabelle halten.mts