Coburger bestrafen FCL-Fehler

2 Min
Einen Schritt voraus ist hier der Lichtenfelser Kapitän Tobias Zollnhofer (rechts) vor seinem Gegner Adrian Guhling. Foto: Gunther Czepera
Einen Schritt voraus ist hier der Lichtenfelser Kapitän Tobias Zollnhofer (rechts) vor seinem Gegner Adrian Guhling. Foto: Gunther Czepera
Der Lichtenfelser Dennis Schunke (links) und der Coburger Daniel Alles im Kopfballduell. Foto: Gunther Czepera
Der Lichtenfelser Dennis Schunke (links) und der Coburger Daniel Alles im Kopfballduell. Foto: Gunther Czepera
 
Sturmlauf in der Schlussphase bei den Lichtenfelsern. Hier nimmt Maximilian Pfadenhauer den Ball an, um ihn an seinen Mitspieler Dennis Schunke (Nr. 11) zu passen. Foto: Gunther Czepera
Sturmlauf in der Schlussphase bei den Lichtenfelsern. Hier nimmt Maximilian Pfadenhauer den Ball an, um ihn an seinen Mitspieler Dennis Schunke (Nr. 11) zu passen. Foto: Gunther Czepera
 
Der Coburger Adrian Guhling (rechts) schirmt den Ball vor dem Lichtenfelser Lukas Dietz ab. Foto: Gunther Czepera
Der Coburger Adrian Guhling (rechts) schirmt den Ball vor dem Lichtenfelser Lukas Dietz ab. Foto: Gunther Czepera
 
Verärgert war der Lichtenfelser Dennis Schunke, als ihm im Zweikampf der Schuh vom Gegner heruntergetreten wurde. Doch anstatt Freistoß für ihn gab es den für den Gegner und darüber regte er sich zurecht auf. Foto: Gunther Czepera
Verärgert war der Lichtenfelser Dennis Schunke, als ihm im Zweikampf der Schuh vom Gegner heruntergetreten wurde. Doch anstatt Freistoß für ihn gab es den für den Gegner und darüber regte er sich zurecht auf.  Foto: Gunther Czepera
 

Die Lichtenfelser unterliegen in einem packenden Derby mit 2:3.

Die Fußballer des FC Lichtenfels haben auch ihr viertes Spiel in dieser Landesliga-Saison 2019/20 verloren. Am Samstag unterlag das Team des Trainergespanns Christian Goller/Oliver Müller in einem umkämpften Derby vor 300 Zuschauern mit 2:3. Damit steht Lichtenfels weiter als einziges Team ohne Punkt am Tabellenende.

Wie verbissen beide Teams zu Werke gingen, dokumentieren zehn gelbe und eine gelbrote Karte. Und angesichts des Spielverlaufs konnte Lichtenfels-Trainer Oliver Müller ebenso mit einiger Berechtigung beklagen, dass seine Mannschaft "einen Punkt verdient gehabt hätte", wie sich FCC-Coach Lars Scheler zu Recht über einen "verdienten Sieg" freuen durfte.

Coburg zu Beginn dominierend

Man merkte den mit drei Niederlagen gestarteten Lichtenfelsern an, dass sie einiges besser machen wollten. Allerdings trafen sie auf einen FC Coburg, der in der ersten halben Stunde mit klugem Spielaufbau und gutem Passspiel das Heft fest in der Hand hielt. Dazu kam noch, dass sich in der FCL-Defensive nach sechs Minuten keiner für Marlon Schad zuständig fühlte und dieser in aller Ruhe aus 16 Metern die Führung für die Gäste erzielte.

Die Coburger spielten überlegen, richtige Chancen konnten sie dabei aber nicht herausspielen. Gefährlich wurde es nur bei Freistößen von Rene Knie und Eric Heinze, die aber beide das Lichtenfelser Gehäuse knapp verfehlten.

Als nach einer halben Stunde Maximilian Pfadenhauer erstmals gefährlich vor dem Gästetor auftauchte, den Ball aber leichtfertig vertändelte, drehte sich die Partie. Auf einmal war es mit der Coburger Überlegenheit vorbei. Die Heimelf erspielte sich eine Reihe von Möglichkeiten. Eine davon nutzte Dennis Schunke, der nach einer unglücklichen Abwehr von Gästetorwart Churilov an der richtigen Stelle stand, souverän zum 1:1. Schunke, Zollnhofer und Schaller hatten die Möglichkeiten zur Führung, doch gingen ihre Schüsse knapp am Tor vorbei.

Starker Coburger Torhüter

Den besseren Start nach dem Seitenwechsel erwischten die Gastgeber. Die Coburger konnten sich bei ihrem Torhüter Churilov bedanken, dass er bei Chancen von Schaller, Wagner und Pfadenhauer auf dem Posten war. Die Lichtenfelser haderten in dieser Phase auch mit einer Entscheidung von Schiedsrichter Götz, der nach einem Foul nicht auf Elfmeter entschied.

Oliver Müller hadert

"Wir hätten vor der Halbzeit in Führung gehen können, gleich nach der Pause wurde uns zudem ein klarer Elfer verweigert", haderte FCL-Trainer Müller hinterher. Zehn Minuten nach der Pause kamen die Gäste wieder besser ins Spiel. Ähnlich wie in Hälfte 1 ließen sie Ball und Gegner laufen und die Lichtenfelser kaum in die Zweikämpfe kommen. Dazu kamen wieder grobe Zuordnungsfehler in der Heimabwehr. Ricardo König (59.) und Adrian Guhling (67.) nutzten diese Aussetzer gnadenlos aus und brachten Coburg mit 3:1 in Front. Jonas Michel, zum ersten Mal im Lichtenfelser Tor, konnte einem Leid tun. Alle Schüsse auf sein Tor waren unhaltbar.

Nach 2:3 FCL in Überzahl

Aber die Heimelf gab sich noch nicht geschlagen. Pfadenhauer holte mit einer Energieleistung einen Handelfmeter heraus, den Tobias Zollnhofer sicher in der 74. Minute zum 2:3 Anschlusstreffer verwandelte. Nach der Gelb-Roten Karte für Coburgs Knie (84.) setzten die Lichtenfelser nochmal alles auf eine Karte, doch bis auf einen Kopfball von Schunke, der knapp am Tor vorbeistrich, sprang nichts mehr heraus.

So blieb es bei dem letztlich verdienten Sieg für die Gäste, wobei die Gastgeber mehr Torchancen hatten und ein Unentschieden das gerechtere Ergebnis gewesen wäre. "Unser Ziel, schnell in der Liga Fuß zu fassen und gut in die Saison zu starten, haben wir leider verfehlt", zog Müller sein ernüchterndes Fazit.

Die Statistik

FC Lichtenfels: Michel - Funk, Wige, Hellmuth, Wagner (73. Zillig), Schaller, Pfadenhauer, Zollnhofer, Schunke, Mohr (73. Graf), Dietz / FC Coburg: Churilov - Kimmel, Heinze, Schad (78. Dilauro), Knie, König (88. Riedelbauch), Alles, Kolb, L. Teuchert, Weinreich, A. Guhling (93. A. Schmidt) / SR: Götz (Tütschengereuth) / Zuschauer: 280 / Tore: 0:1 Schad (7.), 1:1 Schunke (37.), 1:2 König (59.), 1:3 Guhling (67.), 2:3 Zollnhofer (74., Handelfmeter) / Gelb-Rote Karte: - / Knie (84.). /