Der Profi aus dem Team Erdinger-alkoholfrei wurde in einem starken Starterfeld Dritter hinter dem Start-Ziel-Sieger Daniel Baekkegard (Dänemark) und seinem deutschen Landsmann Sebastian Kienle.

Missglückter Start eine Woche zuvor

Eine Woche nach dem wegen eines Unwetters abgebrochenen Rennen in Davos (Schweiz) ging der 31-jährige Michelauer in Estland erneut auf die Ironman-Halbdistanz. Im 70.3-Rennen waren in Tallinn über 800 Athleten über die 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und den Halbmarathon (21,1 km), darunter über 100 aus Deutschland. Das Schwimmen fand jedoch nicht in der Ostsee, sondern im Harku-See statt. Im Feld der 17-Profi-Männer setzte sich Baekkegard schon im Schwimmen ab. Der Däne kam nach 22:45 Minuten aus dem Wasser. Die ersten Verfolger waren Nils Frommhold (Berlin) und der Ungar Balasz Csoke mit 90 Sekunden Rückstand. Dreitz hatte 30 Sekunden später wieder festen Boden unter den Füßen.

Däne lässt sich nicht einholen

Auf dem Rad hielt Baekkegard die Konkurrenz weiter auf Distanz. Von hinten schloss Kienle zu Dreitz und Frommhold auf. Das deutsche Trio verkürzte den Rückstand zum Dänen weiter. Beim Wechsel zum Halbmarathon hatte der aber noch 15 beziehungsweise 18 Sekunden Vorsprung auf Dreitz und Kienle. Frommhold konnte den Rad-Assen nicht folgen, beendete das Rennen aber auf Rang 5 hinter dem Finnen Henrik Goesch.

Baekkegard drückte beim Laufen aufs Tempo und vergrößerte sein Polster auf die Verfolger. Kienle ließ zwar ähnlich schnell, konnte den Dänen, der mit 1:13:57 Stunden einen starken Halbmarathon ablieferte, aber nicht mehr einholen. Da Dreitz etwas zurückfiel, standen die Podiumsplätze bald fest.

Dreitz hungrig auf mehr

"Ich bin froh, wieder ein Rennen absolviert und auf dem Podium gestanden zu haben. Ich bin hungrig auf mehr", sagte Dreitz nach dem Rennen. us