Eine 25-jährige Frau aus dem Landkreis Lichtenfels wurde in der vergangenen Woche offenbar Opfer von Internetbetrügern. Wie die Polizei Oberfranken mitteilte, empfing die junge Frau eine SMS-Nachricht, in der ihr mitgeiteilt wurde, dass sie eine Paketsendung der Firma "DHL" an sie geliefert würde. Sie wurde aufgefordert, den Status der Sendung online zu verfolgen. Als sie die angegebenen Internetadresse aufrief, installierte sich ein Trojaner auf ihrem Smartphone. Die Schadsoftware spähte daraufhin ihre Datenaus. Die Kripo Coburg ermittelt.

Die oberfränkische Polizei und das Bayerische Landeskriminalamt warnen vor dem massenhaften Versand solcher Mitteilungen. Auf der Homepage des Landeskriminalamtes heißt es, dass sich die Schadsoftware vor allem auf Smartphones installiert, die Android als Betriebssystem nutzen.


Der Trojaner "ermöglicht den Tätern unter anderem Abschlüsse von Abonnements und Mehrwertdiensten auf Kosten der Nutzer. Weiterhin werden die Kontakte des angegriffenen Gerätes ausgespäht", so das LKA. Es sei nicht auszuschließen, dass auch andere Logistikunternehmen für ähnliche Betrugsmaschen missbraucht werden.

Das LKA rät, den Link in SMS nicht anzuklicken und den Status von Sendungen über die offiziellen Internetseiten der Unternehmen zu prüfen. "Sollten Sie den Anhang bereits angeklickt haben, setzen Sie sich sofort mit Ihrem Mobilfunkanbieter in Verbindung. Zur Schadensbegrenzung kann es sinnvoll sein, Ihr Gerät auszuschalten und gegebenenfalls den Akku zu entfernen", schreibt das LKA.