Märkte ziehen auch Kriminelle an

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Das Untere Tor in Lichtenfels ist die Eingangstür für den Lichtenfelser Weihnachtsmarkt und den Märchenwald. Foto: Harald Koch/Archiv
Das Untere Tor in Lichtenfels ist die Eingangstür für den Lichtenfelser Weihnachtsmarkt und den Märchenwald. Foto: Harald Koch/Archiv

Oberfrankens Polizei warnt vor Taschendiebstählen auf den Weihnachtsmärkten der Region.

In der Weihnachtszeit verwandelt sich der romantische Lichtenfelser Marktplatz in eine kleine Weihnachtsstadt. Der Lichtenfelser Weihnachtsmarkt wird in diesem Jahr gemeinsam mit dem Märchenwald bereits am 1. Dezember eröffnet und bietet ein buntes Programm für die ganze Familie.
Auch andernorts haben viele Weihnachtsmärkte in Oberfranken ihre Pforten geöffnet. Entspannt nach der Arbeit auf den Weihnachtsmarkt gehen, shoppen mit den Liebsten und im Anschluss einen heißen Punsch trinken - es gibt eine Menge guter Gründe, die Weihnachtszeit auf einen der vielen schönen Märkte in Oberfranken zu verbringen. Leider gibt es diese Gründe auch für Taschendiebe: Menschenansammlungen und Gedränge, um in der Masse unterzugehen.
Laut polizeilicher Kriminalstatistik wurden im Jahr 2016 in Oberfranken insgesamt 257 Taschendiebstähle angezeigt. Damit ist die Zahl im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Im Jahr 2016 entstand durch Taschendiebstähle ein Schaden von gut 72 000 Euro (2015: 75 500 Euro). Um den Langfingern die Diebestour zu vermasseln, helfen die Tipps der Polizeilichen Kriminalprävention. Sie sind auf der Klappkarte "Schlauer gegen Klauer!" kurz zusammengefasst, die bei jeder Polizeidienststelle und online unter www.polizei-beratung.de erhältlich ist.
Menschenansammlungen begünstigen Taschendiebstahl in mehreren Hinsichten. Zum einen nutzen Täter die unübersichtliche Lage aus, zum anderen können sie in der Masse der Menschen leicht untertauchen. Besucher der Weihnachtsmärkte sollten im Gedränge stets Abstand zu Unbekannten halten und ihre Wertsachen im Blick haben.
Taschendiebe sind oft professionelle, international agierende Täter, die grenzüberschreitend in ganz Europa aktiv sind warnt das Polizeipräsidium Oberfranken in Bayreuth. Manchmal lassen sie sich schon am typisch suchenden Blick erkennen: Sie meiden den direkten Blickkontakt zum Opfer und schauen eher nach der Beute, wie beispielsweise eine Hand- oder Umhängetasche.
Beliebt ist zum Beispiel der Drängel-Trick, gerade in den engen Gassen zwischen den Weihnachtsmarktständen. Ein Dieb rückt unangenehm dicht an das Opfer heran, bis es sich ärgerlich abwendet und dadurch eine umgehängte Tasche oder die in der Manteltasche befindliche Geldbörse quasi "griffbereit" anbietet. Innerhalb von nur wenigen Sekunden sind Brieftasche, Kreditkarten oder das Handy verschwunden. Eine weitere immer wieder erfolgreiche Masche der Diebe ist, die Kleidung des potenziellen Opfers angeblich "versehentlich" mit Ketchup, Senf oder einer Flüssigkeit zu beschmutzen, um durch den anschließenden Reinigungsversuch vom Diebstahl der Wertsachen abzulenken. pol