Die langjährige Leiterin der Einrichtung wird zunächst Urlaub nehmen und Mehrarbeitsstunden abbauen und danach in den vorzeitigen Ruhestand gehen. Bis die Nachfolge geregelt ist, wird Friederike Müller, Bereichsleiterin für die Trägereigenen Einrichtungen beim Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg, das Heilpädagogische Zentrum (HPZ) kommissarisch leiten. Die Mitarbeiter des HPZ wurden gestern über die Personalveränderung informiert. Die offizielle Verabschiedung von Maria Wiehle ist für den Herbst vorgesehen. Maria Wiehle trat 1980 in den Dienst der Caritas und leitete zunächst die Verwaltung des Heilpädagogischen Zentrums. 2001 wurde sie Stellvertreterin des Gesamtleiters und übernahm dann im Jahr darauf selbst die Gesamtleitung der Einrichtung. Das HPZ ist mit über 300 Mitarbeitern die größte Einrichtung des Caritasverbandes für die Erzdiözese Bamberg.
Sie bietet für Menschen mit Behinderung zwei Wohnheime und drei Außenwohngruppen, Betreutes Wohnen, Offene Behindertenarbeit und einen Familienentlastenden Dienst. Für Kinder mit einer Behinderung gibt es Frühförderung, eine Tagesstätte, zwei Schulen und einen Hort sowie das Angebot der Schulassistenz. Außerdem gehören zum HPZ zwei Kindertagesstätten in Altenkunstadt, die sowohl Regel- als auch integrative Gruppen anbieten. Die Wohnheime verfügen über knapp 90 Plätze, die beiden Schulen besuchen circa 300 Schüler.
Unter Maria Wiehles Leitung übernahm das HPZ die Kathi-Baur- und die Kreuzberg-Kindertagesstätte in Altenkunstadt sowie die Offene Behindertenarbeit in Lichtenfels. 2011 wurde der Hort St. Martin eröffnet. Es entstanden eine Fördergruppe im Wohnheim St. Elisabeth und die Außenwohngruppen, zuletzt im April 2015 diejenige im ehemaligen Schwesternhaus neben der Pfarrkirche in Lichtenfels. Das HPZ übernahm ferner die Geschäftsführung von fünf Kindertagesstätten, die sich in Trägerschaft katholischer Kirchen-Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg befinden, und das Quartiersmanagement im Stützpunkt "In der Heimat wohnen" in der Viktor-von-Scheffel-Straße in Bad Staffelstein. 2016 wurden neue Räume für die Frühförderung und die Außenwohngruppe 1 eingeweiht und vor kurzem erfolgte der Spatenstich zu einer neuen Förderstätte. red