Wo sich einst eine große Liegehalle befand, befinden sich heute zehn moderne Patientenzimmer, die höchsten Ansprüchen gerecht werden. Längst hat sich die ehemalige Tbc-Klinik in Schwabthal in eine orthopädische Rehabilitationsklinik gewandelt. Entsprechend groß war die Freude über den Abschluss der Baumaßnahme. Der Erweiterungsbau mit zehn barrierefreien Patientenzimmern fügt sich harmonisch an das Hauptgebäude an.
Im Inneren des langgezogenen Gebäudes schneiden Chefarzt Dieter Deuerling und Verwaltungsleiter Wolfgang Hirrle gemeinsam mit Bad Staffelsteins Bürgermeister Jürgen Kohmann und dem stellvertretenden Landrat Helmut Fischer das rot-weiße Absperrband durch, der den Erweiterungsbau vom Bestand trennt. Zur Einweihungsfeier haben sich neben den Vertretern der am Bau beteiligten Firmen auch die Vertreter der Rentenversicherung Berlin-Brandenburg, die Mitarbeiter der Klinik und weitere am Bau beteiligte Personen eingefunden. "Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn Investitionen getätigt werden", erklärt Chefarzt Dieter Deuerling. Diese wurden notwendig, weil sich der Anteil an sogenannten AHB-Patienten gesteigert habe. Jene Patienten, die im Anschluss an eine Hüft-, Knie- und Wirbelsäulen-Operation in die Reha-Klinik Lautertal kommen. Mittlerweile macht diese Personengruppe rund ein Drittel der Patienten aus. "Auf diese veränderten Anforderungen muss man sich natürlich auch einstellen", sagt Deuerling.
Dies geschehe in der orthopädischen Rehabilitationsklinik Lautergrund mit barrierefreien Patientenzimmern, elektronisch verstellbaren Betten und großzügig bemessenen Nasszellen. In den letzten Jahren hat sich viel getan. Im November 2010 konnten eine neue medizinische Trainingstherapiehalle (MTT) eröffnet, die Brandschutzmaßnahmen verbessert und eine Dachsanierung (Austausch des Flachdachs durch ein Satteldach mit neuer Photovoltaikanlage) durchgeführt werden. Weitere Baumaßnahmen sind geplant. Darunter die Sanierung der Nasszellen (Haupthaus) sowie die Aufwertung des Eingangsbereiches mit Rezeption, Kiosk und Cafeteria.
Eine der Herausforderungen des Baus waren die Arbeiten bei laufendem Betrieb. Die Patienten sollten so wenig wie möglich davon mitbekommen, in ihrer Genesung nicht gestört werden. "Lärmintensive Arbeiten wurden jetzt nicht gerade in den Mittagsstunden gemacht", erklärt Norbert Schaller vom Architekturbüro Strukturdesign. Auf die Ära der Liegehalle folgten Garagen mit einem Flachdach. Letzteres musste im Zuge der Baumaßnahme weichen. Die zehn Patientenzimmer mit integrierter Nasszelle und Rollstuhlgerechten Balkon verteilen sich auf zwei Etagen. Der Erweiterungsbau umfasst rund 1850 Kubikmeter umbauten Raum. Eine erste Belegung erfolgt im Januar nächsten Jahres.
Auch die bauliche Infrastruktur muss ständig gepflegt, saniert und modernisiert werden, darauf weist der Verwaltungsleiter der Klinik, Wolfgang Hirrle hin. "Wir verstehen uns als Dienstleistungsbetrieb." Waren vor 20 Jahren Doppelzimmer noch Standard, wünscht sich heute jeder Patient ein Einzelzimmer. Mit dem Erweiterungsbau sei man beim Träger auf offene Ohren gestoßen. Die Stadt Bad Staffelstein sei dankbar dafür, dass die Rentenversicherung Investitionen tätige, sagte Bürgermeister Jürgen Kohmann. Allen Patienten, die zur Reha in die Klinik kommen, wünschte er, dass sie zum Abschluss der Maßnahmen das Haus wieder gesund verlassen können. Für den Erweiterungsbau wurden rund 1,5 Millionen Euro investiert.