Lichtenfels: Vater und Sohn aus Oberfranken tricksen Betrüger aus
Autor: Redaktion
Lichtenfels, Samstag, 26. Sept. 2026
Ein Senior aus Lichtenfels hat mit seinem Sohn Betrüger bei einem Schockanruf überlistet. Die Polizei konnte zwei Tatverdächtige festnehmen und Untersuchungshaft anordnen.
Am Dienstagnachmittag (22. September 2026) ist ein Senior aus Lichtenfels ins Visier von Betrügern geraten. Gemeinsam mit seinem Sohn drehte der den Spieß jedoch um - und sorgte somit für die Festnahme zweier Tatverdächtiger.
Wie die Polizei berichtet, bedienten sich die Verbrecher einer altbekannten Masche. Ein falscher Polizeibeamter berichtete dem 78-Jährigen von einem tödlichen Verkehrsunfall, in den der Sohn verwickelt war, und für den eine Kaution in Höhe von 100.000 Euro nötig sei.
Festnahmen nach Schockanruf in Lichtenfels
Nachdem der Vater bereits seit über einer Stunde mit dem vermeintlichen Polizisten telefoniert hatte, ahnten die Betrüger nicht, dass der Sohn des Mannes die echte Polizei verständigte. Bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte hielt der Senior die Betrüger weiter am Telefon. Anschließend stellte er wie vereinbart eine Tüte vor seiner Haustür ab, diese enthielt aber weder Geld noch Wertgegenstände.
Schließlich erschien eine Frau an der Tür, die die vermeintlich richtige Tüte an sich nahm - und sogleich durch Einsatzkräfte der Kriminalpolizei Coburg festgenommen. Zeitgleich fiel den Einsatzkräften ein Pkw mit polnischer Zulassung am Ortseingang auf. Im Fahrzeug wartete ein 36-jähriger ukrainischer Mann. Nach den bisherigen Erkenntnissen steht er mit der 38-jährigen ukrainischen Geldabholerin in Verbindung.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Coburg wurden die beiden Tatverdächtigen am Tag nach ihrer Festnahme einem Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ jeweils Untersuchungshaftbefehle.