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Lichtenfels: 13 Verletzte bei Unfall auf B173 - "war kaum vorstellbar"


Autor: Stefan Lutter, Alexander Milesevic

Lichtenfels, Dienstag, 13. Januar 2026

Winterglätte wird mehreren Fahrern auf der B173 bei Lichtenfels zum Verhängnis. Das macht die Situation für die Einsatzkräfte nicht leicht. Die Feuerwehr muss sich den Weg zur Einsatzstelle "erkämpfen".
Fahrzeuge stehen nach einem Unfall auf der B173 bei Lichtenfels. Bei einer Massenkarambolage aufgrund von Glätte wurden 13 Menschen verletzt.


13 Menschen sind bei einem Unfall auf der Bundesstraße 173 bei Lichtenfels verletzt worden - zwei von ihnen schwer. Die Fahrbahn sei bei der Massenkarambolage spiegelglatt gewesen, teilte die Polizei mit. Zunächst habe auch das benötigte Streusalz nicht zur Unfallstelle gebracht werden können, da die Steufahrzeuge kaum von der Stelle gekommen seien.

An dem Unfall zwischen den Abfahrten Lichtenfels-Ost und Lichtenfels-West seien laut Polizei 20 Fahrzeuge beteiligt gewesen, darunter auch ein Lastwagen und ein Streufahrzeug. Ersten Erkenntnissen zufolge gerieten mehr als ein Dutzend der Fahrzeuge am Montagabend (12. Januar 2026) gegen 18.45 Uhr ins Rutschen und stießen teils zusammen. In diesem Abschnitt ist die B173 wegen einer Baustelle nur einspurig befahrbar.

Massenkarambolage auf B173 bei Lichtenfels - außergewöhnlicher Einsatz 

Die Fahrt zur Unfallstelle sei äußerst kritisch gewesen, sagte der Kreisbrandrat der Feuerwehr Lichtenfels und bezeichnete den Einsatz als "außergewöhnlich". Es sei aufgrund der Glätte schwierig gewesen, an der Einsatzstelle zu Fuß zu gehen, und es habe Verletzungsgefahr bestanden.

"Was die alarmierten Rettungskräfte an diesem Abend jedoch tatsächlich erwartete, war kaum vorstellbar und wird den Beteiligten noch lange im Gedächtnis bleiben", teilte die Feuerwehr Lichtenfels in einem Social-Media-Post mit. "Die Fahrbahn war teilweise vollständig blockiert und spiegelglatt, sodass sich die Retter ihren Weg zu den Unfallstellen teils zu Fuß regelrecht "erkämpfen" mussten. Insgesamt seien rund 80 Feuerwehrleute vor Ort im Einsatz gewesen

Zehn der Fahrzeuge wurden bei dem Unfall so stark beschädigt, dass sie nicht mehr fahrbereit waren und aus dem engen Straßenabschnitt abgeschleppt werden mussten. Die Bundesstraße blieb deshalb an der Unfallstelle für rund fünf Stunden gesperrt.

Mehrstündige Sperrung nach Unfall auf B173

Auf der B173 gab es zudem weitere Unfälle, bei denen jedoch niemand verletzt wurde. Auf der Gegenfahrbahn in Fahrtrichtung Bamberg kam es zu einem Unfall mit einem Feuerwehrfahrzeug, einem Kommandofahrzeug und einem Polizeiwagen, sagte ein Feuerwehrsprecher. Rund drei Kilometer weiter stießen laut Polizei auf Höhe der Abfahrt Michelau zwei Autos fast zur selben Zeit frontal zusammen. Dabei entstand ein Schaden von rund 20.000 Euro. 

Wie hoch der Schaden der Massenkarambolage ist, war zunächst unklar. Die zwei Schwerverletzten wurden in Krankenhäuser gebracht. Auf der Bundesstraße sollen laut News5 "extreme Straßenverhältnisse" geherrscht haben. Einsatzkräfte hätten von einer vollkommen vereisten Fahrbahn gesprochen, die den Verkehr nahezu unkontrollierbar gemacht habe, hieß es.

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