Kreis Lichtenfels: SEK stürmt Wohnhaus wegen Mann mit Messer
Autor: Redaktion
Burgkunstadt, Mittwoch, 04. Februar 2026
In Burgkunstadt (Kreis Lichtenfels) hat es in der Nacht auf Mittwoch (4. Februar 2026) einen SEK-Einsatz gegeben. In einem Haus spielten sich beängstigende Szenen ab.
Nach wiederholten Auseinandersetzungen in einem Mehrfamilienhaus kam es in der Nacht zum Mittwoch zu einem Einsatz des Spezialeinsatzkommandos (SEK). Ein 47 Jahre alter Mann hatte dabei ein Messer in der Hand und befand sich in einem psychischen Ausnahmeszustand, berichtet das Polizeipräsidium Oberfranken.
In den vorangegangenen Tagen war die Polizei bereits mehrmals wegen Streitigkeiten zwischen dem 47-jährigen Deutschen und seiner 29-jährigen Lebensgefährtin vor Ort gewesen. Gegen 21.45 Uhr meldete ein Bewohner des Hauses erneut einen heftigen Streit. Beim Eintreffen der ersten Polizeistreife hörten die Einsatzkräfte laut Bericht "Schreie aus einer Wohnung im ersten Obergeschoss".
"Schreie aus Wohnung": 47-Jähriger wartet mit Messer auf Polizei
Die Polizei öffnete daraufhin die Wohnungstür gewaltsam und traf auf den 47-Jährigen, der mit einem Küchenmesser in der Hand auf sie wartete. Offenbar stand der Mann unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln und ignorierte wiederholte Aufforderungen der Polizei, das Messer abzulegen.
In der Wohnung war auch die Lebensgefährtin anwesend. Sie solidarisierte sich demnach zeitweise mit ihm und verließ trotz mehrfacher Aufforderung nicht die Wohnung. Gegen Mitternacht griffen Spezialkräfte des SEK ein. Die Einsatzkräfte konnten beide Personen überwältigen und fixieren. Beim Zugriff kam es zu keinen Verletzungen.
"Die 29-Jährige verlor jedoch kurzzeitig das Bewusstsein und benötigte eine medizinische Versorgung durch den Rettungsdienst", schreibt das Präsidium. Anschließend wurden beide jeweils in ein Bezirkskrankenhaus gebracht. Die Polizeiinspektion Lichtenfels hat gegen den 47-jährigen Mann unter anderem Ermittlungen wegen Bedrohung eingeleitet.