• Abkochanordnung im Landkreis Lichtenfels aufgehoben
  • Auslöser waren "bakteriologische Verunreinigungen" im Trinkwasser
  • Haushalte in Stublang (Bad Staffelstein) mussten Leitungswasser abkochen
  • Unwetter und Dauerregen schuld an Verunreinigung?

Abkochanordnung für Trinkwasser: Haushalte im Bad Staffelsteiner Stadtteil Stublang (Landkreis Lichtenfels) mussten seit Donnerstag (22. Juli 2021) ihr Leitungswasser abkochen, ehe sie es nutzen konnten. Der Grund: Bei routinemäßigen Trinkwasseruntersuchungen wurden bakteriologische Verunreinigungen festgestellt. Am Montag (26. Juli 2021) wurde die Abkochanordnung vom Landratsamt Lichtenfels aufgehoben.

Update vom 26.07.2021, 11.40 Uhr: Abkochanordnung aufgehoben

Die Pressestelle des Landratsamts Lichtenfels erklärte am Montag (26. Juli 2021), dass die Abkochanordnung für die zentrale Trinkwasserversorgunganlage Stublang (Stadt Bad Staffelstein) ab sofort aufgehoben werden könne, und zwar "aufgrund einwandfreier bakteriologischer Trinkwasseruntersuchungsergebnisse".

Erstmeldung vom 22.07.2021: Trinkwasser in Stublang muss abgekocht werden - Folge des Dauerregens?

In Stublang darf das Leitungswasser bis auf Weiteres nur noch in abgekochtem Zustand verwendet werden. Andernfalls seien unter Umständen gesundheitliche Folgen wie Durchfall oder Erbrechen möglich. Die Abkochanordnung gilt bis zum Vorliegen einwandfreier bakteriologischer Untersuchungsergebnisse, heißt es vonseiten des Landratsamts. Die Stadtverwaltung Bad Staffelstein ist informiert. 

Die Ursache des verunreinigten Trinkwassers liegt womöglich im zurückliegenden, teils ergiebigen Dauerregen. "Es ist stark anzunehmen, dass das mit den Regenfällen der letzten Wochen zu tun hat", vermutet Andreas Matthes von der städtischen Wasserversorgung in Bad Staffelstein. "Die vergangenen Jahre war es ziemlich trocken", erklärt der Wasserwart inFranken.de. Setze nun - wie unlängst - Starkregen ein, könne Dünger von den Feldern gegebenenfalls schneller ins Grundwasser gelangen. 

Chlorung des Hochbehälters und Spülung des Rohrnetzes - Stadt leitet Sofortmaßnahmen ein

Damit die Stublanger Bürgerinnen und Bürger wieder auf unbedenkliches Trinkwasser zugreifen können, hat die städtische Wasserversorgung in Absprache mit dem Gesundheitsamt entsprechende Sofortmaßnahmen eingeleitet. "Wir führen gerade eine Chlorung des Hochbehälters durch", sagt Matthes. Um die Bakterien aus dem Wasser zu bekommen, werde im Anschluss daran das Rohrnetz gespült

Wann die Abkochanordnung für Stublang aufgehoben werden kann, ist aktuell noch ungewiss. Eine erneute Trinkwasseruntersuchung ist dem Wasserwart zufolge für Freitag (23. Juli 2021) vorgesehen. In der Region Bamberg müssen die Ansässigen bisher noch kein Trinkwasser abkochen. Aber woher kommt das Wasser, das uns alle versorgt, eigentlich? (FT+)

Von verseuchtem Trinkwasser nach Überschwemmungen sind in Franken zahlreiche Gemeinden betroffen. In den Landkreisen Ansbach, Roth und Weißenburg-Gunzenhausen müssen 150.000 Menschen ihr Leitungswasser abkochen.