• Bad Staffelstein: Auto-Batterien-Hersteller Moll durch neuen Investor aus Insolvenz gerettet
  • Nach Corona-Insolvenz: Autozulieferer schreibt wieder schwarze Zahlen - "Dinge verbessern sich"
  • "Auftragsbücher sind gut gefüllt" - Prognose ist positiv: "Nächstes Jahr wird ein starkes Jahr!"

Nach Corona-Insolvenz im Aufwind: Der Auto-Batterien-Hersteller Moll Batterien aus Bad Staffelstein ist zurück im Batterien-Geschäft. Nachdem der Automobilzulieferer letztes Jahr coronabedingt Insolvenz anmelden musste, hat das Unternehmen nun einen neuen Investor gefunden. "Die Dinge verbessern sich", sagt Geschäftsführer Klaus Eichhorn im Gespräch mit inFranken.de.

Moll Batterien GmbH: Autozulieferer aus Bad Staffelstein aus Insolvenz gerettet

Im letzten Jahr musste der Auto-Batterien-Hersteller Insolvenz anmelden. Am 18. März 2020 hatte Volkswagen beschlossen, alle seine Werke zu schließen. "Damit sind auf einmal 70 Prozent unseres Absatzes weggefallen", erklärt Eichhorn. "Dadurch, dass es von heute auf morgen wirklich dramatisch wurde, haben die Gesellschafter dann nach intensiver Beratung rechtzeitig den Insolvenzantrag gestellt, damit überhaupt noch etwas gerettet werden kann."

Knapp zwei Wochen später am 30. März ging schon der Antrag auf Insolvenz raus. "Dann hat man zwei Möglichkeiten: Ein Insolvenzplanverfahren oder eine übertragene Sanierung durch neue Gesellschafter", beschreibt Eichhorn die Situation. Nachdem ein Insolvenzverwalter die weitere Planung übernommen hatte, konnte für das Unternehmen tatsächlich ein Investor gefunden werden. Mit Unterstützung von BAE Batterien konnte gut ein Jahr später zum 1. Mai 2021 eine neue Gesellschaft gegründet werden und das Unternehmen Moll offiziell weitergeführt werden.

Zum Stichtag wurden alle Mitarbeitenden und alle Vermögensgegenstände von der neuen Gesellschaft übernommen und die Firma Moll als "neue Rechtspersönlichkeit", wie Eichhorn anschaulich beschreibt, weiterhin Batterien herstellen. "Die Produktion lief ohnehin ohne Unterbrechung, auch in der Insolvenzzeit", erklärt der Geschäftsführer. Lediglich der harte Lockdown zu Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 habe zu einer kurzen Produktionspause geführt.

Autozulieferer Moll: Situation noch "verbesserungsfähig"

Durch den neuen Investor konnte die Firma Moll weitergeführt und die Produktion von Auto-Batterien gesichert werden. Trotzdem läuft noch nicht alles optimal: "Die Situation bei uns verhält sich wie in der gesamten Wirtschaft: verbesserungsfähig." Auch das Unternehmen Moll merke den derzeitigen Chip-Mangel und die Unterbrechung der Lieferketten. "Die können eben auch nicht so, wie sie wollen und die Mindermenge der produzierten Autos schlägt natürlich auch bei uns durch", erklärt Eichhorn.

Trotzdem verbesserten sich die Dinge im Allgemeinen. "Wir durchlaufen eine stabile Entwicklung. Zwar sind wir noch nicht dort, wo wir hinwollen, die Auftragsbücher sind jedoch gut gefüllt." Man laufe noch nicht auf "Höchstgeschwindigkeit" - die Prognose falle jedoch eindeutig positiv aus. "Die Zahlen ziehen langsam wieder an, wir haben auch ein paar neue Kunden dazu bekommen. Nächstes Jahr, denke ich, wird ein sehr starkes Jahr", fügt der Geschäftsführer der Firma Moll Batterien abschließend hinzu.

In Kronach haben sich derweil die Firma Loewe und die Stadt nach zähem Ringen geeinigt: Der TV-Hersteller kauft einen Großteil seines Werksgeländes zurück. Das oberfränkische Traditionsunternehmen kündigt zudem millionenschwere Investitionen an.