Vor drei Jahren hatte die Gemeinde ein "Energiemanagement für kommunale Gebäude" auf den Weg gebracht. Ziel war, Aufschlüsse über den Energieverbrauch und brauchbare Hinweise für mögliche Einsparungen zu bekommen. In der jüngsten Sitzung zog nun Geschäftsführer Wolfgang Böhm von der in Kulmbach beheimateten Energieagentur Nordbayern eine positive Bilanz: "Das Energiemanagement hat gegriffen."

Bürgermeister Robert Hümmer erinnerte zunächst daran, dass die Gemeinde von der Regierung von Oberfranken eine Förderzusage über 22 808 Euro erhalten habe. Die Gesamtkosten würden sich auf 57 022 Euro belaufen.


Schlüssig und vergleichbar


Wolfgang Böhm betonte, dass in dem dreijährigen Untersuchungszeitraum Beachtliches geschehen sei. Nach einer Begehung und Erfassung der kommunalen Gebäude habe man eine "Energie-Buchhaltung" erstellt, um schlüssige und vergleichbare Zahlen zu erhalten. Im Mittelpunkt der Betrachtung hätten das Rathaus, die Grundschule, die Mittelschule mit der Dreifachturnhalle, der Bauhof und das Gerätehaus der Stützpunktwehr von Altenkunstadt gestanden.

Immer wieder seien kurzfristig entsprechende Vorschläge unterbreitet worden, wie mit geringen Eingriffen und Investitionen die Energieeffizienz verbessert werden könnte, so der Geschäftsführer weiter. So habe man unter anderem in der Schlauchwaschanlage der Feuerwehr ein defektes Ventil festgestellt oder Veränderungen an der Regel- und Lüftungstechnik vorgenommen.


Zu weiterer Zusammenarbeit bereit


Böhm erklärte, dass die Energieagentur Nordbayern gerne zu einer weiteren Zusammenarbeit bereit sei. Diese würde dann allerdings ohne öffentliche Fördermittel geschehen.

Ein Konzept für eine Photovoltaikanlage im Umfeld des Schul- und Sportzentrums stellte anschließend Michael Schlee von der Firme Münch Elektrotechnik aus Rugendorf vor. So könnten die Parkplätze überdacht und mit Kollektoren bestückt werden. Als alternativer Standorte kämen der Tribünenbereich am Hauptspielfeld in Röhrig oder später vielleicht das Gewerbegebiet von Woffendorf infrage. Hier empfahl der Experte jedoch eine Freilandanlage, die auch den künftigen Gewerbetreibenden zugutekommen würde. Die Energie der Anlagen könnte voll ins Netz eingespeist oder zum Teil innerhalb der Gemeinde Altenkunstadt verbraucht werden.

Kosten entstünden der Gemeinde Altenkunstadt dabei nicht, so Michael Schlee, lediglich die rechtlichen Grundlagen müssten geschaffen werden. Auf Nachfrage von Almut Schuhmann (SPD) nannte Schlee einen Planungszeitraum von rund 20 Jahren, wobei eine Nutzung auch durchaus bis zu 30 Jahre möglich sei. Der Gemeinderat nahm die Ausführungen zur Kenntnis.


Keine Warteschleife


Bürgermeister Robert Hümmer stellte anschließend klar, dass beim Hort keine Kinder in der "Warteschleife" seien. Vielmehr könnten Betreuungsplätze durch das Heilpädagogische Zentrum zur Verfügung gestellt werden.
Jan Riedel (FBO) stellte fest, dass nach dem dritten Bauabschnitt der Dorferneuerung Strössendorf jetzt die entsprechenden Bescheide ergangen sind. Er vermisste jedoch eine Aufteilung nach Materialkosten und Arbeitsstunden. So hätten Betroffene keine Möglichkeit, Erhaltungsaufwendungen für bestehende Hausanschlüsse steuerlich geltend zu machen.

Mehrere Wortmeldungen gab es hinsichtlich der Verkehrssicherheit. Moniert wurde insbesondere, dass in der Zeublitzer Straße in Strössendorf und in Pfaffendorf nach Ansicht der Einwohner immer noch zu schnell gefahren werde. Für eine dauerhafte Geschwindigkeitsmessung mit fest installierten digitalen Anzeigen sah die Verwaltung aber trotz alledem keine Veranlassung.