Gleich mehrere Schutzengel hatten zwei Autofahrer am Dienstagvormittag (29. November 2022) bei einem Verkehrsunfall auf der Autobahn 73, als sie nach einem massiven Aufprallgeschehen nur geringe Verletzungen erlitten, wie die Verkehrspolizei Coburg mitteilte.

Ein 40-jähriger Autofahrer aus dem Landkreis München befuhr gegen 10.50 Uhr mit seinem Auto die A73 zwischen den Anschlussstellen Untersiemau und Ebersdorf bei Coburg in Richtung Suhl. Aufgrund seiner hohen Geschwindigkeit von rund 200 Kilometern pro Stunde geriet das Fahrzeug im Verlauf einer leichten Rechtskurve auf der nassen Fahrbahn außer Kontrolle und schleuderte auf die rechte Fahrspur.

Kleinwagen nach Zusammenstoß über die Fahrbahn katapultiert

Hier prallte das Fahrzeug gegen das Heck eines auf der rechten Fahrspur befindlichen Kleinwagens. Dessen Fahrerin, eine 50-Jährige aus dem Landkreis Coburg, war hier mit wesentlich geringerer Geschwindigkeit unterwegs. Aufprall bedingt wurde der Kleinwagen nach links katapultiert, prallte mehrfach gegen die Mittelschutzplanke und kam total beschädigt auf der linken Fahrspur zum Stillstand.

Der Unfallverursacher kam mit seinem Wagen nach rechts von der Fahrbahn ab, durchschlug hier das Metallgestell einer touristischen Unterrichtungstafel sowie den angrenzenden Wildschutzzaun und zog anschließend eine rund 100 Meter lange Schneise in die dort befindliche Baumschonung. Hier kam das Auto mehr als 20 Meter von der Fahrbahn entfernt zum Stillstand. Aufgrund der Unfallsituation rückten Rettungsdienst und Feuerwehr mit einem Großaufgebot zur Unfallstelle an.

Die Rettungskräfte befreiten den Audifahrer auch mithilfe von Kettensägen aus seinem Fahrzeug. Nach ersten Erkenntnissen erlitt er lediglich ein mittelschweres Schleudertrauma. Rein aus logistischen Gründen erfolgte die Einlieferung in ein Krankenhaus durch einen Rettungshubschrauber. Die 50-Jährige konnte alleine aus ihrem Fahrzeug aussteigen. Sie wurde ebenfalls in ein Krankenhaus eingeliefert.

Beide Autos hatten nach dem Unfall nur noch Schrottwert und mussten durch ein Abschleppunternehmen geborgen werden. Die Schadenshöhe an den Fahrzeugen betrug rund 70.000 Euro. Der restliche Sachschaden an Verkehrseinrichtungen und Waldschonung belief sich auf rund 10.000 Euro. Für die Dauer der Unfallaufnahme ordneten die aufnehmenden Spezialisten der Verkehrspolizeiinspektion eine Vollsperrung des Streckenabschnitts zwischen Untersiemau und Ebersdorf an. 

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