Unter dem Motto "Fremde Länder" zogen Kinder Flaggen schwenkend durch die bunt geschmückten Straßen des Kulmbacher Stadtteils.

Beim anschließenden Schulfest führten Schüler der zweiten Klasse mit Kronen auf dem Kopf einen spritzigen Tanz aus Ozeanien auf. Das bekannte Lied "Bruder Jakob" sangen die Erstklässler gleich in mehreren Sprachen.

"Die Welt lebt von der Vielfalt", sagte Oberbürgermeister Henry Schramm. Eine Äußerung, die der zehnjährige Danel Winkler, nur unterstreichen konnte: "Wenn man in andere Länder reist, lernt man andere Gerichte, Gebräuche, Orte und Sprachen kennen. Das finde ich bereichernd für mein Leben."

Insgesamt 89 Schüler und zahlreiche Ehrengäste hatten sich bei sonnigem Wetter in den Zug eingereiht. 20 Vorschulkinder trugen stolz ihre Schulranzen. Rund 20 ehemalige Pennäler marschierten aus Verbundenheit zu ihrer früheren Bildungseinrichtung mit.

Trotz des internationalen Flairs war auch Tradition angesagt: Einige der Mädchen trugen bunte Blumenkränze im Haar, ein paar Buben Lederhosen und weiße Hemden. Die Kleinen waren ein Blickfang für die zahlreichen Zaungäste, die das Geschehen auf ihren Smartphones, Foto- und Filmkameras festhielten.

Schulleiterin Claudia Schmidt war ein Stein vom Herzen gefallen. "Wir hatten einen echten Notfall an der Schule. Hausmeister Thorsten Wallsteiner ist krank. Gott sei Dank sprang Manfred Schröder von der Hans-Edelmann-Schule kurzerhand ein und unterstützte Eltern und Lehrer bei der Vorbereitung und Durchführung des Festes." Umso nachdrücklicher fielen in diesem Jahr ihre Dankesworte an Lehrer, Eltern, Schüler und die Stadt Kulmbach aus, die alle zum Gelingen der Veranstaltung beigetragen hatten.

Oberbürgermeister Henry Schramm entschuldigte sich in aller Öffentlichkeit, den Burghaiger Kindern zu ihrem Wiesenfest kein Eis spendiert zu haben. "Eures hingegen ist schon da", sagte er unter dem Beifall der Melkendorfer Schüler.

Eine frohe Botschaft hatte auch die Vorsitzende des Fördervereins der Grundschule, Heike Engel, mitgebracht: "Die überdachte Sitzgruppe wird noch vor den Ferien geliefert und von Eltern aufgebaut und gestrichen."

Abschied nehmen hieß es von Elternbeiratsvorsitzender Nadja Herold, die nach sieben Jahren aus dem Gremium ausgeschieden war. Stadträtin Heike Vogel, Mitglied im Elternbeirat, dankte Herold mit einem Blumenstrauß.

Für die musikalische Unterhaltung sorgte die Jugendkapelle der städtischen Musikschule unter der Leitung von Harald Streit.

Zarte Töne hallten aus dem Schulgarten, in dem die Schülerflötengruppe des Gesangvereins 1890 Melkendorf unter der Leitung von Ingrid Kruse ein Konzert gab.

Beim Flaggensteckspiel für Alt und Jung waren Geographiekenntnisse gefragt. Schüler aus der Arbeitsgemeinschaft Schulgarten verkauften bei einem Pflanzenflohmarkt Usambaraveilchen und Spuckpalmen. Die Flötengruppe war mit einem Stand vertreten, an dem selbsthergestellte Duftkerzen und aus Baumstämmen geschnitzte Eulen verkauft wurden. Eine Fotoausstellung zählte zu den weiteren Farbtupfern des Wiesenfestes. Auf einer Spielestraße lebten die Jungen und Mädchen ihren Bewegungsdrang aus.