Aussage stand gegen Aussage: Der Angeklagte bestritt, das Gespräch mit einem Arbeitsvermittler im Jobcenter Kulmbach unbefugt mitgeschnitten zu haben. Der betreffende Mitarbeiter gab als Zeuge jedoch an, dass der Mann ihm gegenüber selbst die Tonbandaufzeichnung zugegeben habe. Die Verletzung der Vertraulichkeit des Wortes ist strafbar - für das Gericht eine schwierige Situation.

Dabei wurde damals - an jenem 30. März - in der Arbeitsagentur im "Fritz"-Hochhaus gar nicht viel gesprochen, was man hätte aufnehmen können. Der 58-jährige Angeklagte fand sich zu einem der regelmäßigen Vorstellungstermine ein. Der Berater erklärte dem Mann, dass er das Gespräch - im Gegensatz zu früheren Treffen - nicht mehr aufzeichnen dürfe. Die Hausordnung sei entsprechend geändert worden war. Ton- und Bildaufnahmen müssten vom Geschäftsführer genehmigt werden, was dieser nicht getan hatte. Darauf lehnte der 58-Jährige das Gespräch ab und verlangte eine Bestätigung seiner Anwesenheit. Auf seinen Hinweis, so der Arbeitsvermittler am Donnerstag als Zeuge, dass dafür der Geschäftsführer zuständig sei, kam die Antwort: Er brauche keine Bestätigung, er habe alles aufgenommen.


"Lüge" und "faule Sache"


Der Angeklagte sprach von einer "Lüge". Er habe das Diktiergerät dabei gehabt, weil er davon ausgegangen sei, dass der Mitarbeiter im Jobcenter "eine faule