Immerfort Sonnenschein? Langweilig, auch wenn der fränkische Winter manchmal ganz schön trüb und trist sein kann. Und Siege über Siege der Lieblingsmannschaft? Sicherlich irgendwann genauso öde. Jedenfalls tröstet sich mit dieser Einstellung der leidgeprüfte Club-Fan über sein Schicksal hinweg.

Und wenn er zu den Bamberger Basketballern schaut, Meister 2015 und 16, denkt er sich: "Eure Probleme möchten wir haben ..." Denn dort regt sich gerade Brose-Mäzen Michael Stoschek über fehlende Unterstützung der Fans auf. Viele seien zu verwöhnt, mosert der milliardenschwere Unternehmer aus Coburg. "Ein großer Teil unseres Publikums hält es inzwischen für selbstverständlich, dass unsere Spieler am Ende gewinnen werden", schimpft er. Ist aber auch eine Unverschämtheit, dass sich diese Erfolgsfans erdreisten, gelegentlich mal zu pfeifen.

Eine Wutrede auf die Fans? Kannte man bislang eigentlich nur von Uli Hoeneß. Auch der große Bayern-Zampano ätzte seinerzeit über die schlechte Stimmung in seiner Allianz-Arena, wenn der Rekordmeister mal kein Spektakel auf dem Rasen bietet.

Wäre Stoschek ein russischer Oligarch, würde man sich nicht wundern, wenn er seine Basketballer bald nur noch für sich werfen ließe. Oder 6800 dauerjubelnde Profifans anheuerte.

Unser Tipp: Die Bamberger Problemfans mal zur Schulung ins Nürnberger Stadion schicken. Denn nirgendwo sonst kann man verlieren besser lernen.