Kulmbach und sein Umland sind wunderschön und bieten eine Fülle von Freizeitmöglichkeiten - sowohl für Aktive und Familien als auch für Genießer und Kulturinteressierte. Urlaub zu Hause ist für viele Kulmbacher also schon immer eine gute Option, lange bevor Ferien im eigenen Land durch die Corona-Unsicherheit zum großen Trend wurden.

"Fränkisches Essen und Trinken"

Und was zieht die Gäste ins Kulmbacher Land? "Genuss ist auf jeden Fall ein Thema", weiß Cornelia Krueger, Tourismusreferentin am Landratsamt Kulmbach. "Die Urlauber schätzen das fränkische Essen und Trinken, und auch die Natur, Erholung und Ruhe hier, vor allem wenn sie aus der Großstadt kommen."

Die Motorradkarte

Neben den Genießern und Erholungssuchenden bilden die Aktivtouristen einen großen Teil. Sie kommen zum Wandern, Radfahren und immer mehr auch zum Motorradfahren in die Region. Um letzterer Zielgruppe gerecht zu werden, wurde neben der Motorradkarte "Meine Tour ist Deine Tour", einer Karte vom heimischen Biker für den Biker, ein weiterer Motorradführer vom Landkreis aufgelegt. Fünf neue Touren werden in der Motorradkarte "Bikermekka - Dein Erlebnis auf 2 Rädern" präsentiert. Das kommt gut an. Erst neulich hat sich ein auswärtiger Biker, der sich vom Landratsamt mit Infomaterial hatte versorgen lassen, bei Cornelia Krueger gemeldet und sich ausdrücklich für das tolle Angebot bedankt. Er habe ein traumhaftes Motorrad-Wochenende in der Region verbracht, meinte er.

Klassischer Kurzurlauber

Zwar gibt es auch viele Tagesausflügler in der Region, zum Beispiel aus dem Nürnberger Land, aber der typische Kulmbach-Tourist ist ein klassischer Kurzurlauber, wissen Cornelia Krueger und der Leiter des Tourismus & Veranstaltungsservices der Stadt Kulmbach, Helmut Völkl. Laut Erhebungen des Statistischen Landesamtes, das die Meldungen der Beherbergungsbetriebe auswertet, bleibt der "durchschnittliche" Gast für eine Übernachtungsdauer von knapp über zwei Nächten in der Bierstadt und Umgebung.

Campingtourismus hat zugenommen

Auch Helmut Völkl beobachtet eine Zunahme bei den Aktivtouristen. Vor allem bei den Radwanderern profitiere Kulmbach massiv von seiner günstigen Lage direkt am Mainradweg und Mainzusammenfluss. Ein weiterer Trend, der auch in Stadt und Landkreis Kulmbach zu beobachten ist: Der Campingtourismus hat stark zugenommen, und der Trend wurde durch die Corona-Pandemie noch beschleunigt. "Unser neuer Wohnmobilstellplatz und das dadurch erweiterte Angebot am Schwedensteg ist der beste Beleg dafür, da an vielen Tagen alle verfügbaren Plätze belegt sind", sagt der Kulmbacher Tourismusleiter.

Die Ansprechpartner

Seine Mitarbeiter in der Tourist-Info in der Buchbindergasse 5 sind Ansprechpartner für alle Gäste (und natürlich Einheimische) und erarbeiten auch individuelle Programme je nach Kundenwünschen. Das kann die Seniorengruppe sein, die in drei Stunden möglichst viele Kulmbacher Highlights sehen will - und das bitte barrierefrei - oder aber die Festgesellschaft, die für ihre Gäste zum Durchschnaufen zwischendurch eine Stadtführung buchen möchte. "Wir machen alles möglich, was geht", sagt Andrea Dierl.

Geführter Stadtrundgang

Gästen und auch Kulmbachern legt sie einen festen Termin ans Herz: Jeden Samstag (bis Oktober) startet um 10 Uhr der geführte Stadtrundgang "Erleben Sie Kulmbach" an der Tourist-Info in der Buchbindergasse. Dort bringen die Gästeführer den Teilnehmern in einer guten Stunde die Kulmbacher Altstadt, Geschichte und Gegenwart näher. Auch so manch eingefleischter Kulmbacher kann dabei noch einiges lernen (Anmeldung unter Telefon 09221/95880; Erwachsene: 4 Euro, Kinder 2 Euro). Was man sonst noch alles sehen und unternehmen kann im Kulmbacher Land lesen Sie auf .