Es war ein spannendes, lustiges und skurriles Finale, das die Veranstaltungsreihe rund ums "1. Kulmbacher Brettla" beschloss: Solokabarettist Thomas Schreckenberger ist der Sieger. Er überzeugte mit Wortwitz, Tempo und überraschenden Pointen.
Die Veranstaltung war ein unterhaltsamer Abend der Extraklasse. Drei Top-Künstler bemühten sich mit all ihrem Können und Ideenreichtum um die Gunst des Publikums, denn die rund 120 Zuschauer waren es, die mit ihren Stimmzetteln darüber entschieden, wer die Siegestrophäe des Sponsors Kulmbacher Brauerei mit nach Hause nehmen durfte.
Die Auftrittsreihenfolge wurde ausgelost. Jedem der drei Sieger der Vorrunden standen 25 bis 30 Minuten zur Verfügung, um Auszüge aus seinem aktuellen Programm zu präsentieren.
Die Entscheidung fiel am Ende denkbar knapp aus: Nur zehn Stimmen trennten den Heidelberger Schreckenberger von den Instrumentalisten "Wildes Holz". Das Ensemble aus dem Ruhrgebiet verlangt "Freiheit für die Blockflöte". Hinter dem lustigen Motto steckt eine hochklassige Performance. Die ausgesprochen virtuos gespielte Blockflöte, ergänzt von Kontrabass und Konzertgitarre, sorgte für einen fulminanten Auftakt. Thomas Schreckenberger setzte im Anschluss auf klassisches Kabarett, politisch und gesellschaftskritisch. In seinem Programm gibt es keine Längen. Seine Pointen sitzen Schlag auf Schlag, punktgenau und frech.

Leopold Toriser aus Österreich hielt mit Wortakrobatik und skurrilen Gedankenspielen das Publikum auf Trab. Um-die-Ecke-Denken ist angesagt, wenn der Querdenker über seine Ideen philosophiert.
"Wir haben für den Wettbewerb bewusst kein Genre festgelegt, um keinen Künstler ausschließen", sagte Moderator Stefan Eichner. "Wir wollen zeigen, wie vielfältig Kleinkunst ist, welche tollen Talente abseits der Fernsehlandschaft auf den Kleinkunstbühnen auftreten." Mehr als 100 Bewerbungen aus dem ganzen deutschsprachigen Raum hatten die KKB-Verantwortlichen auf dem Tisch.

Aus der Sicht der Veranstalter und des Publikums sowie der Kulmbacher Brauerei als Sponsor hat sich das Konzept bewährt. Und so steht bereits jetzt fest: Es wird im nächsten Jahr ein zweites "Brettla" geben.
Für die drei Finalisten der Erstauflage hat sich die Teilnahme auf jeden Fall gelohnt. Sie alle bekamen nicht nur ein "Brettla", sondern auch Preisgelder in Höhe von 1000, 700 und 500 Euro. Wer sie noch nicht erlebt hat, wird bald Gelegenheit dazu haben. Verträge für abendfüllende Solo-Auftritte sind in Arbeit.