"Total peinlich": Alexander Herrmann über Erlebnis mit seinem Sohn
Autor: Agentur dpa
Kulmbach, Sonntag, 11. Januar 2026
Schon in seiner Kindheit war der Sohn von Sternekoch Alexander Herrmann bei Events dabei. Eine seiner Aktionen hat seinem Vater nicht sonderlich gefallen.
Der Sohn von Alexander Herrmann (54) arbeitet heute ebenfalls als Koch. Gegenüber der Süddeutschen Zeitung erzählt sein Vater, dass Paul von klein auf alles miterlebt habe: "Er war bei Kochkursen früh mit dabei, und einmal, während einer Fernsehsendung, saß er auf dem Tresen und hat Scampi geputzt. Oder er hat meine Autogrammkarten für einen oder zwei Euro an die Kochteilnehmer verkauft. Das war mir immer total peinlich. Aber so ist er im Grunde in die Branche reingewachsen."
Unter anderem seine Anime-Leidenschaft motivierte den Jungen später zum Kochen. Mit 14 oder 15 Jahren habe Paul demnach regelmäßig die japanischen Animationsfilme geschaut - wie heute noch. "In einem geht es um Kochwettbewerbe. Eines seiner ersten Gerichte war, dass er aus diesem Anime ein Gericht nachgekocht hat", so der 54-Jährige.
"Abgefahren!": Alexander Herrmann beschreibt Anime-Kochaktion seines Sohnes
Am Ende entstand so "eine Makrelen-Bulette auf Reis mit einer Art Sojasoße, eher eine Brühe", wie der Sternekoch berichtet. "Total abgefahren! Es gab ja kein Rezept. Er hat sich angeschaut, wie die das machen, und hat es nachgekocht." Nach einer abgeschlossenen Kochausbildung arbeitet Paul Herrmann mittlerweile in einem Restaurant in Düsseldorf. Seinen Berufsweg habe ihm der Vater jedoch nie vorgeschrieben.
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Alexander Herrmann betont: "Ich habe bei meiner Tochter und bei meinem Sohn immer gesagt: Wenn ihr etwas wissen wollt, werde ich euch beraten. Aber ihr müsst euren eigenen Weg finden. Und wenn irgendwas ist, dann bin ich eh da." Stolz präsentierte Paul Herrmann Ende September 2025 auf Instagram (@paul_herrmann_offiziell) einen Artikel der Rheinischen Post über sich mit dem Titel "Kein Promi-Bonus für den Jung-Koch". Pauls Weg führte ihn in Düsseldorf in das Sternerestaurant "Setzkasten", das laut seinen Angaben "direkt im größten Supermarkt Deutschlands liegt". Hier habe er "richtig viel Spaß", schwärmt er auf Instagram.
"Dass ich jetzt auch noch in der Zeitung stehe, fühlt sich wie ein weiterer Schritt Richtung Ziel an. Ein kleiner Meilenstein, der mir zeigt: Es geht voran - und das macht mich einfach glücklich." Alexander Herrmann betreibt in Wirsberg das "Aura" und in Nürnberg das "Imperial". In Letzterem ereignete sich im Dezember 2025 ein Brand, der zu einer mehrtägigen Schließung zwang. Neben der Küche zieht es den "The Taste"-Star nun auch in die Politik. Er will bei der Kommunalwahl 2026 als CSU-Kandidat für den Kreistag Kulmbach antreten.