Jedes Jahr im März (20. März) wird der Welttag der Hauswirtschaft gefeiert. Grund genug, für das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kulmbach und der Landwirtschaftsschule, die Hauswirtschaft ins rechte Licht zu rücken. Denn Hauswirtschafterinnen sind "Macherinnen", "Lebensqualitätssteigerer", Problemlöser", Manager, Allrounder und "Mehrmöglichmacher". Hauswirtschaft ist nicht nur ein "notwendiges Übel", sondern Hauswirtschaft schafft Luxus. Das war die Quintessenz des vom Bayerischen Staatsministerium ausgerufenen "Tages der Hauswirtschaft".

In Kulmbach hatten Christine Seemüller-Kohles und das gesamte Team Vorträge rund ums Thema Hauswirtschaft vorbereitet. Mehr als 30 Frauen kamen - und informierten sich aus erster Hand.
Die beiden ehemaligen Hauswirtschaftsschülerinnen Sabine Münch und Renate Feulner berichteten über das Fachwissen, das sie in der Abteilung Hauswirtschaft der Landwirtschaftsschule vermittelt bekommen haben. Bernadette Schilling präsentierte einen Finanztimer. Und Christine Seemüller-Kohles ging auf Zeitmanagement in der Hauswirtschaft ein und hatte konkrete Hilfen zum Stressabbau parat.

Tina Langenscheidt nahm sich den Kleinsten an - und ging auf die Ernährung von Babys und Kleinkindern ein. Regine Burkhardt gab praktische Tipps, wie selbst auf dem Balkon ein attraktiver und üppiger Nutzgarten entstehen kann. Doch Regine Burkhardt hatte noch mehr zu bieten: Sie präsentierte farbige Möhren und bunte Kartoffeln. Buntes Gemüse ist ein absoluter Trend. Und Kochversuche mit violetten Kartoffeln hatte Burkhardt auch noch getätigt. Die Quintessenz daraus war, dass violette Kartoffeln am Besten mit Schale im Dämpfer gegart werden. Denn dann behalten sie ihre ungewöhnliche Farbe und bluten nicht aus.

Edith Wagner bereitete zum "Tag der Hauswirtschaft" Bärlauch-Quiches zu. Die Bärlauchsaison hat soeben begonnen. Allerdings warnte Wagner auch vor Verwechslungen. Denn der Bärlauch hat giftige Ebenbilder: den Aronstab, Maiglöckchen und die Herbstzeitlose. Alle drei Gewächse, die Bärlauch zum Täuschen ähnlich sind, sind äußerst giftig und können sogar zum Tod führen, warnte Wagner.

Ursula Willenberg hatte zum Tag der Hauswirtschaft mit den Schülerinnen ein reichhaltiges Buffet gezaubert. "Selbstgemacht ist Luxus", betonte Ursula Willenberg und betonte, dass selbst gemachter Eintopf, selbst gemachte Vorspeisen und selbst gebackener Kuchen nicht unbedingt immer günstiger seien. Doch nur bei selbst zubereiteten Lebensmitteln könne man sicher sein, was drin ist - ein echter Luxus in der Convenience-Gesellschaft. Willenberg hatte eine essbare Ausstellung unter dem Motto "köstlich und kostbar" zusammengestellt mit selbst gebackenem Kuchen, mit kleinen Snacks, mit haltbarem Gemüse. Und sogar für die Osterzeit hatte Ursula Willenberg einige praktische Tipps. "Ostereier kann man mit Rote Beete, Kurkuma oder Zwiebeln färben", zeigte Willenberg. Perfekte Marmor-Eier erhält man übrigens, wenn man nach dem Kochen die Schale der Eier anknackt, so dass die Naturfarben auch in die Eier einziehen kann.

Info:
Am 20. April können Interessierte den Studierenden der Hauswirtschaftsschule in Kulmbach über die Schulter schauen. 9 Uhr Kurzreferat der Studierenden zum Thema "Familie, Persönlichkeit und hauswirtschaftliche Betreuung"

9.30 bis 10.30 Uhr Begrüßung und Filmvorführung, Besichtigung des Amtsgebäudes
10.30 bis 12 Uhr Praxis-Unterricht - hautnah: Herstellung von kleinen Köstlichkeiten in der Schulküche, Decken von festlichen Tischen und Servietten falten im Speisesaal, Nähen und Anferitgenvon Deko im Lehrsaal.
Bei Interesse Anmeldung unter: Tel. (09221) 5007-0 oder per Mail: poststelle@aelf-ku.bayern.de