Die Würden des Seniorenprinzenpaars werden nicht verliehen. Man muss sie im wahrsten Sinn des Wortes erleben. Nach einer kurzen Umfrage von FG-Präsident Andy Sesselmann in der Steinachtalhalle stand schließlich fest: Anna Sesselmann (92) und Rudolf Graß (89) waren die ältesten Besucher des Seniorenfaschings und regieren damit bis zum Aschermittwoch als Anna I. und Rudi I. ebenfalls die Stanicher Narren, wobei Rudi I. sein Regierungsprogramm dem Volk mir einem dreifachen "Stanich Helau" gleich vollständig verkündete.

Besuch hatte die Steinachtalhalle zum Seniorenfasching unter anderem auch von Delegationen außerhalb des FG-Staatsgebiets aus Wirsberg und Marktleugast. Wo Bedarf bestand, leisteten hierfür die Malteser besondere Transportdienste, so dass die Seniorenbeauftragte der Stadt, Marga Schramm, ein mit annähernd 300 Narren volles Haus begrüßen konnte, denn der Seniorenfasching ist eine Kooperation zwischen der Stadt Stadtsteinach und der Faschingsgesellschaft.

Den Senioren bot die FG das volle Programm der diesjährigen Session mit dem Auftritt der Tanzmariechen Emma Stäsche, Julia Limmer und Nicole Gomer und sämtlichen Schautänzen der Garden und Gruppen, wobei das Männerballett pausierte. Ob den Herren ihr letzter Auftritt noch zu sehr in den Knochen steckte, verschwieg Präsident Sesselmann allerdings geflissentlich. Dafür zeigte sich das Weiberballett umso fitter, das seine Italiennummer nach "Zugabe"-Zurufen noch einmal zeigten musste.

Zuwachs mit ihrem dritten Mann Roland Bayer hatte die Hugo-Crew, die bislang nur als Duo Hansi Hümmer und Marcel Ott aufgetreten war; gerüchteweise soll das Quartett bis spätestens zum Narrentreiben auf dem Marktplatz am Faschingssonntag auch wieder vollständig sein, sobald herausgefunden ist, wo Horst Kampe eigentlich abgeblieben ist, der noch von "Rücken" geplagt sein soll. Rückenbeschwerden oder dergleichen können sich die Stadtsteinacher Garden allerdings überhaupt nicht leisten.

Die Purzelgarde mit den Mädchen ab drei Jahren bezauberte wie immer ihr Publikum; ebenso die Minigarde mit ihrem Tanz aus eiskalten Regionen und die Midigarde mit ihrer quietschbunten und fröhlichen Clowns-Show. Noch sportlicher trat schließlich die Mickigarde wiederum als Handwerker auf der Walz auf.