53 Läufer stellten sich bei Kälte und Nässe den Herausforderungen des vier Kilometer langen Berglaufs mit einem Höhenunterschied von 270 Metern.

Von der Steinachtalhalle führte die Strecke den Hainberg hinauf zum Ziel am Wegekreuz zwischen Bergleshof und Vogtendorf. Die von den Regenfällen der vergangenen Tage aufgeweichten Feld- und Wiesenwege verlangten den Läufern alles ab.

Am schnellsten meisterte Johannes Haueis aus Hermes die Strecke. Der 28-Jährige holte sich in 20:17,0 Minuten den Sieg - und war darüber selbst überrascht, denn der Koch steckt mitten in den Prüfungen zum Küchenmeister: "Ich bin gestern Abend erst heimgekommen und habe mich kurzfristig entschlossen, mitzulaufen. Es ist eine anspruchsvolle Strecke, aber ich bin nicht angetreten, um zu siegen." Für den Läufer, der sich erst seit zwei Jahren dem Ausdauersport verschrieben hat, war es nach zwei Podestplätzen der erste Saisonsieg.


Kulmbacherin schnellste Frau

Bei den Frauen bewies die Kulmbacherin Jutta Kratzel Stärke und gewann in 24:50,4 Minuten. "Die Strecke war mit ihrem Höhenunterschied schon sehr anspruchsvoll und auch schwer zu laufen, weil es ja die ganze Nacht geregnet hat", sagte die 48-Jährige.

Ein Lob verteilte sie an die Hainberglauf-Seriensiegerin und diesmal zweitplatzierte Anke Härtl (25:28,4) vom Rennsteiglaufverein: "Sie ist momentan verletzt und mitgelaufen, obwohl sie wusste, dass sie nicht gewinnen kann. Das unterstreicht, dass sie eine große Sportlerin ist."

Für die Teilnahme am Hainberglauf wird kein Startgeld erhoben, doch es werden Spenden für einen sozialen Zeck gesammelt. SGB-Vorsitzender Harald Schricker sagte: "Besonders schön war es dieses Mal, dass wir den Preis direkt übergeben konnten." Die Bewohner des Haus Schmeilsdorf - eine Einrichtung für Menschen mit Behinderung im gleichnamigen Ortsteil von Mainleus - erhielten mehrere Paar Nordic-Walking-Stöcke.