Kulmbach
Faustball

Silke Eber ist zum vierten Mal Weltmeisterin

Die deutsche Faustball-Nationalmannschaft der Frauen gewinnt das WM-Finale in Grieskirchen gegen Gastgeber Österreich.
Silke Eber (vorne rechts) beglückwünscht ihre Spielerinnen zum WM-Titel.
Silke Eber (vorne rechts) beglückwünscht ihre Spielerinnen zum WM-Titel. Foto: Screenshot BR

Deutschland bleibt im internationalen Frauenfaustball das Maß aller Dinge. So verteidigte die Mannschaft von Bundestrainerin Silke Eber aus Katschenreuth bei der Weltmeisterschaft in Grieskirchen erneut ihren Titel. Im Endspiel gegen Gastgeber Österreich gab es vor 1500 Zuschauern am Samstagabend einen 3:0-Erfolg. Es war der 47. Sieg in Folge für die deutsche Mannschaft in Serie und der vierte WM-Erfolg unter der Führung von Silke Eber.

Hatten sich die Deutschen in der Vorrunde gegen die Gastgeberinnen noch etwas schwer getan (3:1), so zeigten sie im Finale eine unerwartete Dominanz. 11:4, 11:3 und 11:7 hieß es am Ende für den Titelverteidiger.

Mit der identischen Startformation zum Halbfinal-Erfolg gegen Chile startete das deutsche Team in das Endspiel. Sonja Pfrommer, Steffi Dannecker (beide Angriff), Anna-Lisa Aldinger (Zuspiel), Theresa Schröder und Michaela Grzywatz (Abwehr) sollten die Mission Titelverteidigung erfolgreich bestreiten.

Los geht es zwar mit einem Pfrommer-Leinenball, doch Steffi Dannecker glich mit einem kurz gespielten Ball aus der Angabe postwendend aus. Danach geht es ausgeglichen bis zum 6:4 weiter, ehe Deutschland drei Punkte in Folge erzielte. Ein Ausball von Marlene Hieslmair brachte den ersten deutschen Satzgewinn.

Auch im zweiten Durchgang wirkte die deutsche Abwehr nahezu unüberwindbar. Österreichische Fehler bescherten dem Team von Silke Eber eine 9:3-Führung. Dann setzte Sonja Pfrommer einen Rückschlag genau auf die Grundlinie, es gab sieben Satzbälle. Die folgende Angabe entschärft Aldinger grandios, und Pfrommer machte den zweiten Satzgewinn perfekt.

Auch im dritten Durchgang setzte sich Deutschland früh ab (5:2). Nach einer Auszeit kamem die Gastgeberinnen wieder etwas heran (8:7). Nun nahm Silke Eber ihrerseits eine Auszeit. Mit Erfolg, denn Steffi Dannecker punktete zum 9:7, dann war Pfrommer mit einem langen Ball über die Mitte erfolgreich. Deutschland hatte drei Matchbälle. Und als ein Rückschlag der Östereicherinnen an der Leine hängen blieb, war Deuschland wieder Weltmeister.

Deutschland: Sonja Pfrommer, Stephanie Dannecker, Anna-Lisa Aldinger, Theresa Schröder, Michaela Grzywatz