Einen neuen Teilnehmerrekord verzeichneten die Organisatoren des Walter-Richter-Gedächtnislaufes. Bei der 34. Auflage des Volkslaufes durch den Mainecker Forst starteten 275 Männer und Frauen - 50 mehr als im Vorjahr. Während sich bei den Männern zum ersten Mal der Mainrother David Gärtlein (GWZ Bayreuth) als Gesamtsieger feiern lassen konnte, gewann bei den Frauen wie im Vorjahr die Burgkunstadterin Sophia Franz (TSV Staffelstein).

Der Mainleuser Bürgermeister und Schirmherr Robert Bosch gab den Startschuss und lief anschließend sogar selber mit. Der große Läuferpulk wirbelte viel Staub im Mainecker Forst auf. Doch ehe man sich versah, machte sich ein fünfköpfiges Quintett aus dem Staub und lieferte sich spannende Positionskämpfe auf der siebeneinhalb Kilometer langen und anspruchsvollen Strecke.

Die Entscheidung über den Gesamtsieg fiel aber erst zum Schluss, als sich der Vorjahreszweite David Gärtlein aus Mainroth ("Ich trainiere hier sehr oft") zum langen Schlussspurt ansetzte und in starken 26:39 Minuten ins Ziel kam. Der 27-jährige Lokalmatador freute sich auch, dass er 66 Sekunden schneller war als 2018.

Vorjahressieger Felix Mayerhöfer (DJK Dasswang), der den Walter-Richter-Lauf schon vier Mal gewonnen hat, folgte mit 15 Sekunden Rückstand auf Platz 2.

Taktisch klug teilte Johannes Haueis (SGB Stadtsteinach) sein Rennen ein. Er lag zunächst an Position 4, zog aber noch an Brahne Teklemichael (TSV Sonnefeld/27:25 Minuten) vorbei und landete schließlich mit 15 Sekunden Vorsprung auf dem 3. Rang.

Bürgermeister Robert Bosch lief in respektablen 45:03 Minuten ins Ziel und war über 49 Sekunden schneller als bei seinem ersten Start im Vorjahr. "Heuer war es auch nicht so heiß wie 2018", freute sich der Bürgermeister.

Einen überlegenen Start-Ziel-Sieg feierte Sophia Franz aus Burgkunstadt, die mit 31:14 Minuten ebenfalls schneller war als bei ihrem Vorjahressieg (31:58). Der Erfolg kommt nicht von ungefähr, denn der Trainer der 27-jährigen Athletin ist Altmeister Kurt Herbicht aus Michelau, dessen Bestzeit beim Walter-Richter-Lauf bei 25:20 Minute liegt. Der Altmeister sagt: "Ich trainiere Sophia schon seit elf Jahren und freue mich über ihre großartige Entwicklung, aber mithalten kann ich jetzt nicht mehr." Dennoch war die Leistung des 70-jährigen, der für den TV Schwürbitz startet, beim Walter-Richter-Lauf beachtlich. In starken 34:05 Minuten gewann Herbicht überlegen seine Altersklasse.

Zweite bei den Damen wurde Sabrina Wircinski (TSV Sonnefeld) in 34:36 Minuten, sechs Sekunden dahinter folgte die sechsmalige Siegerin Nadja Lindner (Nxt Level by Poja).

85-Jähriger läuft auch mit

Bei der Siegerehrung im Feuerwehrhaus Buchau zeichneten Vorsitzender Kilian Liebschwager und Bürgermeister Robert Bosch die Altersklassenersten mit gravierten Holzpräsenten aus. Präsente gab es auch für die Schnellsten aus der Gemeinde Mainleus, Nadja Lindner und Thomas Lauterbach (SGB Stadtsteinach/31:30), der dies bereits zum elften Mal wurde. Die jüngste Teilnehmerin war die neunjährige Sofie Mahdiyeh (NxT Level by Poja/1:00:10), der älteste Teilnehmer mit 85 Jahren Alfred Zach (TS Lichtenfels/1:07:56). Stolz war auch Poja Mahdiyeh auf sein Team Nxt Level by Poja, das mit 37 Startern die größte Abordnung stellte.,

Einen donnernden Applaus erhielt Dietmar Laude, der einen einzigartigen Rekord hält: Ununterbrochen war der Rothwinder 33 Mal dabei und wurde dafür wurde mit dem Ehrenpreis ausgezeichnet. Aus gesundheitlichen Gründen konnte Dietmar Laude allerdings heuer erstmals nicht starten.

Alle Ergebnisse gibt es im Internet unter www.ff-buchau-doerfles.de.