Das zweite Spiel binnen sechs Tagen führt Basketball-Bundesligist Medi Bayreuth am Dienstagabend (20.30 Uhr) zu den Telekom Baskets Bonn, bevor am kommenden Freitag das Überraschungsteam der Crailsheim Merlins in der Oberfrankenhalle gastiert. Nach der vermeidbaren Niederlage in Gießen will sich das Korner-Team rehabilitieren und mit den Rheinländern in der Tabelle gleichziehen.

Bundesliga

Telekom Baskets Bonn (10.) - Medi Bayreuth (15.)

"Jedes Spiel ist ab jetzt ein Endspiel. Wir haben es versäumt, uns zu belohnen. Das müssen wir jetzt in Bonn nachholen", richtete Bayreuths Kapitän Bastian Doreth unmittelbar nach der Niederlage in Gießen den Blick auf die heute anstehende Aufgabe bei den Telekom Baskets Bonn. Im Hinspiel gegen die Rheinländer hatten die Bayreuther im November mit 83:77 ihren ersten Saisonsieg eingefahren. David Walker war damals der Matchwinner. Der Bayreuther Point Forward zündete im Schlussviertel den Turbo und führte mit insgesamt 21 Punkten eine beeindruckende und erfolgreiche Aufholjagd der Bayreuther an.

Seitdem haben sich die Bonner auf mehreren Positionen verändert. Mit einer Bilanz von drei Siegen und elf Niederlagen musste Anfang Januar der glücklose Montenegriner Igor Jovovic den Trainerstuhl räumen und Platz für seinen Vorgänger Will Voigt machen. "Die Qualität unserer Mannschaft spiegelt sich nicht in den Ergebnissen wider. Zu oft verlieren wir in entscheidenden Phasen des Spiels unsere Struktur und die Kontrolle über das Spiel", erklärt Bonns Sportmanager Michael Wichterich den Trainerwechsel.

Dem auf den Hardtberg zurückgekehrten US-Coach wurden mehrere personelle Veränderungen zugestanden. Im Spielaufbau zieht nun Alex Hamilton (Galatasaray Istanbul) anstelle seines US-Landsmannes Josh Haggins (jetzt GS Iraklis Thessaloniki) die Fäden. Als Ersatz für den verletzten Litauer Deividas Gailius (Sprunggelenk) kam Aufbau- und Flügelspieler Jalen Hudson von Capital City Go-Go (NBA G-League). Zudem holte Bonn Power Forward Isaiah Philmore vom rumänischen Erstligisten CSU Sibiu in die ehemalige Bundeshauptstadt zurück.

Positive Zwischenbilanz von Voigt

Die Zwischenbilanz von Will Voigt ist mit vier Siegen in sieben Spielen positiv. Am vergangenen Wochenende feierten die Baskets einen hart umkämpften 94:89-Erfolg über den SC Rasta Vechta. Bester Mann war Leitwolf Anthony DiLeo mit 16 Punkten sowie je fünf Rebounds und Assists. Topscorer war Chris Babb, der seine 18 Punkte allerdings mit schwacher Quote (32 Prozent) erzielte.

"Nach dem ersten Viertel haben wir in der Defense die Zügel angezogen. Es war zu erwarten, dass wir nach der zweiwöchigen Pause und der Integration unserer Neuzugänge nicht jene Intensität in der Defense spielen konnten, die wir brauchen. In den letzten zwei Minuten waren wir etwas durch den Wind, aber meine Jungs haben an der Freiwurflinie den Job erledigt und das Spiel dadurch entschieden", sagte Vogt nach dem Sieg zufrieden. Gegen die Oberfranken wollen seine Bonner nachlegen und die Bayreuther distanzieren.