Das 47. Internationale Mastersschwimmfest im Kulmbacher Hallenbad wurde von den Vereinen aus den neuen Bundesländern und Berlin dominiert. Der ESV Frankfurt/Oder siegte knapp vor dem SC Poseidon Berlin und dem SVg Berlin. Bestes Team aus den alten Bundesländern war die SSG Erlangen. Insgesamt waren Schwimmer aus 20 Vereinen Deutschlands und der Tschechischen Republik am Start. Über 150 Teilnehmer absolvierten fast 420 Einzel-und 980 Staffelstarts.
Vor allem in den Staffeln spielten die ATS-Schwimmer eine gute Rolle. So wurden einige Wettbewerbe sogar gewonnen und damit die volle Punktzahl für die Gesamtwertung eingefahren. Außergewöhnlich war der Sieg in der 4x50-Meter-Bruststaffel der Männer, wo mit Leopold, Johannes, Ulrich und Michael vier Mitglieder der Familie Deichsel ein Quartett bildeten. Bei den Herren gelang dem ATS kein Einzelsieg.
Herausragende Schwimmerinnen aus Kulmbach waren Theresa Deichsel und Sandra Polanetzki, die jeweils zwei Einzelstrecken gewannen.

Schnellste Schwimmer der gesamten Veranstaltung waren die beiden Regensburger Florian Bambl (AK 25) und Eugen Ruff(AK 20). Beide gewannen in ihren Altersklassen sämtliche Einzelstrecken. Florian Bambl legte dabei über 50 Meter Freistil die absolute Tagesbestzeit von 24,12 Sekunden hin. Eugen Ruffs beste Disziplin war 50 Meter Brust, die er in 29,24 Sekunden gewann. Dies bedeutete bei den Herren auch die stärkste Leistung von 902 Punkten (1000 Punkte = Weltrekord). In der Addition der Einzelstrecken bei den Herren siegte Eugen Ruff vor Florian Bambl und dem Münchner Michael Platz.

Bester Kulmbacher war Michael Deichsel auf Rang 13 vor seinem für Regensburg startenden Bruder Stephan. Bei den Damen war Claudia Weber aus Badenweiler (AK 45) in 30:37 die Tagesschnellste über 50 Meter Freistil. Sie gewann auch die Gesamtwertung der Damen vor Solweig Seidel vom ESV Fankfurt/Oder und Susanne Ernstberger von der TS Arzberg.

Beim "Kleinen Cup" für Vereine mit weniger als 30 Einzelstarts siegte ganz klar der Post-SV Leipzig vor der SG Chemie Zeitz und der SG Stadtwerke München.

Die Bierstaffel war wie immer der Höhepunkt der Schwimmveranstaltung. Vier Sportler mussten zwischen ihren Bahnen insgesamt zwei Gläser mit alkoholfreiem Weizenbier leeren. Die Schwimmer aus der Bierstadt nutzten einmal mehr ihren Heimvorteil und siegten in der Besetzung Sandra Polanetzki, Felix Deichsel, Kilian Deichsel und Jens Polanetzki vor den Staffeln aus Frankfurt/Oder und Regensburg.

Bei der Siegerehrung im Kauernburger "Schlössla" gab es wertvolle Sachpreise für die erfolgreichsten Schwimmer und Mannschaften.