Saisonziel erreicht: Der FC Kupferberg ist nach nur einjähriger Abstinenz zurück in der Fußball-Kreisliga Bayreuth/Kulmbach. Durch den 3:0-Sieg im letzten Saisonspiel beim SV Motschenbach retteten die Bergstädter einen Drei-Punkte-Vorsprung (67 Punkte/77:31 Tore) gegenüber dem SC Altenplos ins Ziel.

Lange Zeit stand der FC souverän an der Tabellenspitze. Zum Saisonende geriet die Truppe von Trainer Alexander Weber mit zwei Unentschieden in Folge etwas ins Straucheln, doch der 4:1-Erfolg am vorletzten Spieltag gegen den damaligen Dritten TDC Lindau stellte die Weichen Richtung Meisterschaft.

FC-Vorsitzender Stefan Kollerer, früher selbst aktiver Spieler, freut sich, dass er im April 2016 den aus Kupferberg stammenden langjährigen Bayernliga-Torhüter Alexander Weber als Trainer verpflichten konnte, nachdem Michael Lerner frühzeitig angekündigt hatte, sein Amt abzugeben. "Wir wollten Alex schon in den vergangenen Jahren haben", verrät Kollerer.

Die Kupferberger waren vor einem Jahr durch eine Niederlage in der Relegation gegen die SG PSV/Uni Bayreuth aus der Kreisliga abgestiegen. "Es wäre kein Beinbruch gewesen, wenn wir den Wiederaufstieg heuer noch nicht geschafft hätten, Alex Weber hätte trotzdem weitergemacht", sagt Kollerer.

Der Vorsitzende lässt die Meistersaison Revue passieren: "Der Grundstein zum Erfolg wurde bereits in der Vorrunde gesetzt. Nach der Winterpause hatten wir aber einen Durchhänger." Stefan Kollerer kann das erklären: "Wir sind in den vergangenen Jahren immer nach der Winterpause ein wenig abgefallen, was damit zu tun hat, dass wir keine ordentliche Vorbereitung absolvieren können. Uns fehlt einfach ein Trainingsplatz." Doch Abhilfe ist in Sicht, denn der FC will einen Kunstrasenplatz bauen.

Doch im Saison-Endspurt habe die Mannschaft Charakter bewiesen und das umgesetzt, was der Trainer gefordert habe. Moral habe sie beim 2:2 in Thurnau nach 0:2-Rückstand und beim 0:0 in Kasendorf gezeigt, als der SSV II mit einigen Landesligaspielern besetzt war.


Zum Kollektiv entwickelt

Der FC Kupferberg verfügt mit dem tschechischen Torhüter Tomas Susko, Spielmacher Steffen Klaus und Torjäger Alexander Schuberth (26 Treffer) nicht nur über starke Einzelspieler, sondern hat sich auch unter Trainer Alexander Weber zu einem Kollektiv entwickelt. Der Trainer sagt: "Für mich war entscheidend, dass wir in der Defensive kompakt stehen. Deswegen haben wir auch mit Abstand die wenigsten Gegentore kassiert." Der 46-jährige Weber, der sogar selbst einmal (im Spiel beim TSV Harsdorf) zwischen den Pfosten stand, lobt auch die Arbeit im Umfeld durch Stefan und Dieter Knoll sowie Bernd Lauterbach als Abteilungsleiter: "Auf sie kann man sich voll und ganz verlassen und deshalb auch in Ruhe arbeiten."

Die Entdeckung der Saison war aber Fabian Zipfel. FC-Vorsitzender Stefan Kollerer gerät ins Schwärmen: "Ein exzellenter Spieler, der noch in der A-Jugend spielen könnte und sich unter Alex super entwickelt hat."
Kollerer geht derzeit davon aus, dass die Mannschaft zusammenbleibt und der Verein noch den einen oder andern Spieler dazu gewinnt. Der Vorsitzende sagt: "Wir sind im Gespräch mit Spielern, dabei ist uns nicht Masse, sondern Klasse wichtig. Wir wissen ja, dass die Kreisliga eine andere Nummer als die Kreisklasse ist und wollen auch nicht gleich wieder absteigen."