Außerdem führt sie einen Punkt aus dem Regionalplan an, nach dem der Erhalt von landwirtschaftlichen Flächen allerhöchsten Schutz genieße. Ihr Fazit: "Das Landschaftsbild wird auf Jahrzehnte nachhaltig geschädigt und mit der Genehmigung ein Präzedenzfall geschaffen."
Schon mit Bau begonnen
Dass schon mit dem Bau begonnen worden sei ("Ich habe Fotos"), sei rechtswidrig, da noch keine Baugenehmigung vorliege, ergänzt Aures. Inzwischen ruhten die Arbeiten aber. Wann und wie es nun weitergehen soll? "Man muss sehen, was die Debatte im Ausschuss bringt."
Dessen Mitglied Rainer Ludwig sieht den Fall zwiegespalten: "Rein rechtlich hätte man die Sache durchwinken müssen. Aber ich habe es nicht getan, weil ich aus politischen und persönlichen Gründen Verständnis für die Anlieger und deren Anliegen habe."
Er sehe die Entwicklungen mit der gleichen Sorge und in der gleichen Brisanz wie die Petenten. Er sprach von einem Spagat zwischen der rechtlichen Würdigung und der persönlichen Überzeugung, die Fläche nicht zu verbauen. Deshalb habe sich der Petitionsausschuss auch noch nicht zu einer Entscheidung durchgerungen, sondern den Ortstermin am Montag angesetzt.
Dazu würden die zuständigen Ministerien parallel die Einwände von Inge Aures prüfen.
Bereits am nächsten Mittwoch stehe das Thema erneut auf der Tagesordnung des Ausschusses.
Dieses zügige Vorgehen hat auch einen Hintergrund: "Der Investor will in die Realisierung des Projekts gehen und hat eine Schadensersatzforderung in den Raum gestellt, wenn er nicht bis Jahresende mit der Umsetzung beginnen kann. Und diese Schadensersatzforderung ginge zu Lasten des Steuerzahlers."
Udo Petzold hat als Initiator der Petition nun zumindest die Hoffnung, dass die Einwände der Gegner noch einmal behandelt werden. Denn das habe der Kupferberger Stadtrat seiner Ansicht nach nicht ausreichend getan. "Ich bin mir in der Sitzung vorgekommen wie ein Schulbub. Die Bedenken wurden zu einfach abgetan", ist seine Überzeugung.
Petzoldt geht davon aus, dass das auch der Petitionsausschuss so sieht.
Was ihm aufgefallen ist: Auf der Baustelle tut sich derzeit nichts. "Es wurde eine Baustraße reingeschoben, seitdem ist Ruhe."
Ich wünsche den Gegnern dieses Projektes den größtmöglichen Erfolg. Keine einzige Freifeld-Solaranlage würde ich mehr genehmigen, so lange es noch genügend ohnehin schon verdichtete Flächen (Großparkplätze, Hallendächer etc.) gibt.
Wenn man die A70 entlang fährt - an der braunen Tafel mit Naturpark Fränkische Schweiz und anschließend am Solarpark, macht nicht grad Lust auf mehr. Zum Glück wissen viele, dass sich links und rechts davon noch schöne Landschaften befinden - die Betonung liegt auf "NOCH!" Ob man dem Landschaftsbild zwischen Wirsberg und Kupferberg so etwas nun auch noch zumuten muss - ich hoffe nicht!