Speed-Rutschen, Free-Fall-Rutschen, Reifen-Erlebnis-Rutschen ... Mit Rutschen-Metern machen Erlebnisbäder Werbung. Und locken damit vor allem junge Leute, die es heute höher, schneller und wilder wollen.

Das Angebot wächst - auch in Oberfranken, wo sich die Bäder für den Konkurrenzkampf rüsten. Da trifft es Kulmbach schwer, dass das Freibad sein Wahrzeichen verloren hat: den Sprungturm, der über Jahrzehnte die große Attraktion war, auf dem Arschbomben-Meisterschaften ebenso abgehalten wurden wie Turmspringer-Wettbewerbe. Aus zehn Metern in die Tiefe stürzen - das kann man im näheren Umkreis jetzt nur noch in Bayreuth. Rutschen kann man indes überall.
Da hält sich der Anreiz, den die dreibahnige Rutsche im Kulmbacher Nichtschwimmer-Becken auf die Jugend ausübt, doch eher in Grenzen.

Will Kulmbach nicht "abrutschen", müssen die Stadtwerke wohl ins Freibad investieren und eine Ersatz-Attraktion schaffen. Ob sich das dann finanziell auszahlt, steht auf einem anderen Blatt. Denn auch die Bäder, die mit Free-Fall-Rutschen oder Speed-Rutschen Besucher locken, schreiben Jahr für Jahr Miese.