Gebührend feierte die Feuerwehr Reichenbach im Burschenheim ihr 125-jähriges Gründungsfest. Beim Kommers stand die Ehrung langjähriger und verdienter Mitglieder im Vordergrund. Für 60 Jahre Treue und Einsatz für den Feuerschutz und zum Wohle der intakten Dorfgemeinschaft erhielten Leonhard Gareis, Georg Greim und Konrad Kremer eine schmucke Ehrenurkunde.

Für ihr 50-jähriges unermüdliches Engagement durften Raimund Baumer, Günther Goller, Erhard Hildner, Erwin Schott, Anton Schütz und Arnold Schuberth die Ehrung entgegennehmen. Auch ihnen zollten Vorsitzender Thomas Gareis sowie die beiden Kommandanten Oliver Schott und Reiner Lauterbach ein dickes Lob.

Neben Vertretern der großen Politik und den Führungskräften der Feuerwehr gaben sich viele Abordnungen befreundeter Wehren sowie der Vereine der Marktgemeinde Presseck ein Stelldichein.
Für Unterhaltung sorgten Werner Weiß sowie der Musikverein Wartenfels.


Kirchenparade und Gottesdienst


Am Sonntag klang das zünftige Jubiläum mit einer Kirchenparade und einem Festgottesdienst, den Pfarrer Helmut Spindler zelebrierte, aus.

Ehrenvorsitzender Elmar Hildner nahm die Festgäste mit auf eine Zeitreise durch die 125-jährige Geschichte der Feuerwehr Reichenbach, die 1891 von 39 Männern gegründet worden war.

Bei der Neuformierung 1949 hatte der Verein 60 Mitglieder, die mit einer Handspritze zu Übungen und Ernstfällen ausrückten. "1951 bekam die Wehr eine TS4-Motorspritze. 1968 durfte das neue Gerätehaus eingeweiht werden", erinnerte Hildner an Meilensteine.


Seit 1995 auch Damen aktiv


1970 habe die Löschgruppe ihr erstes Feuerwehrauto mit Tragkraftspritze erhalten, fuhr der Ehrenvorsitzende fort. 1995 sei eine Damenwehr gegründet worden. Heute seien 19 Frauen und Männer aktiv.

Landtagsabgeordneter Martin Schöffel gratulierte der Feuerwehr Reichenbach auch im Namen seines Kollegen Ludwig von Lerchenfeld (beide CSU) zum Geburtstag. Er dankte den Männern und Frauen für ihren selbstlosen Dienst und schaute auf eine lebendige Gemeinschaft und enge Kameradschaft in dem Vorzeigedorf.


Dickes Lob vom Landrat


Landrat Klaus Peter Söllner lobte, dass die Reichenbacher bereits zwei Kreisfeuerwehrtage ausgerichtet haben. Er bedankte sich für alles Geleistete. Aus der gehörten Wehrgeschichte könne man Kraft für die Zukunft schöpfen. Gerade die kleinen Löschgruppen seien mit ihrer Ortskenntnis unverzichtbar für den Brand- und Katastrophenschutz sowie als dörflicher Kulturträger. "Macht weiter so, geht voran und begeistert die jungen Leute für die ehrenamtlichen Feuerwehrdienst", schloss der Landrat.

"Der Markt Presseck ist stolz auf die Löschgruppe, die immer parat steht, wenn sie gebraucht wird", betonte Bürgermeister Siegfried Beyer. Auf die Feuerwehrdienstleistenden sei stets Verlass, der Gemeinderat stehe hinter seinen Wehren.

Kreisbrandrat Stefan Härtlein gratulierte im Namen der Führungskräfte. Er freute sich, dass die Reichenbacher bereits vor über 20 Jahren "die Damen mit zum Dienst geholt" hatten. Auch blickte er auf ein schmuckes Feuerwehr-Gerätehaus mit Schulungsraum. Altbürgermeister Erhard Hildner dankte im Namen aller Geehrten für die erfahrene Auszeichnung. Die Jubelwehr habe in ihrer Geschichte Großartiges geleistet. Hildner lobte die Gründervätern von 1891, die die Löschgruppe ins Leben riefen, und die sehr engagierte Führungsriege im Jubiläumsjahr.

Stellvertretender Kommandant Reiner Lauterbach dankte abschließend allen, die sich bei der Vorbereitung, Organisation und Durchführung des 125. Wehrgeburtstages so engagiert eingebracht hatten.