Postbotin krank: Gemeinde im Kreis Kulmbach drei Tage ohne Post
Autor: Agentur dpa
Kulmbach, Donnerstag, 12. April 2018
Im Kreis Kulmbach bekamen die etwa 1000 Einwohner von Harsdorf drei Tage lang keine Post. Grund: Die Postbotin war krankgeschrieben. Der Bürgermeister spricht von einem "unglücklichen Zufall"-
Kleine Ursache, große Wirkung: Weil sich eine Postbotin einen Finger gequetscht hat und daraufhin krankgeschrieben war, bekamen die fast 1000 Einwohner der oberfränkischen Gemeinde Harsdorf (Landkreis Kulmbach) keine Post. Das berichtet der "Nordbayerische Kurier" (Freitag). Das Blatt zitierte auch einen Sprecher der Deutschen Post AG, wonach es infolge einer Grippewelle keinen Ersatz für die erkrankte Postbotin gegeben habe.
Bürgermeister: Post sollte Briefträger besser besetzen
Bürgermeister Günther Hübner (CSU/Offene Liste) beklagte, am Donnerstag, Freitag und Samstag vergangener Woche sei in der gesamten Gemeinde keine Post ausgetragen worden. Er bezeichnete den Vorgang als "unglücklichen Zufall", die Post sollte ihre Briefträgerstellen besser besetzen. Ein Sprecher der Deutschen Post in München widersprach dem Bürgermeister. Die Zustellung sei nicht an drei, sondern an zwei Tagen ausgefallen. Die Postbotin habe sich am Freitag verletzt und konnte danach nicht mehr arbeiten.
Die Gewerkschaft Verdi in München bezeichnete laut "Nordbayerischer Kurier" die Personaldecke bei Postzustellern als sehr dünn. Der Krankenstand bei den Zustellern in Bayern liege mit durchschnittlich acht bis neun Prozent relativ hoch.