Wenn die Leute an Bier denken, denken sie meistens an Pils. Das hat den Hintergrund, dass Pils der beliebteste Bierstil Deutschlands ist. Die Werbungen der großen Brauereien, die man im Fernsehen sieht, sind meistens Pils oder Weißbier gewidmet.

Das erste Pils wurde 1842 durch einen bayrischen Braumeister in Pilsen gebraut. Das Bier zeichnet sich durch seinen feinen, erfrischenden Charakter aus. Insgesamt ist ein Pils ein sehr hopfenbetontes Bier. Der Malzkörper steht im Hintergrund. Gerade im Sommer bei hohen Temperaturen lässt einem ein gut gekühltes Pils das Wasser im Munde zusammenlaufen.

Man unterscheidet zwischen drei Pilsarten: tschechische, süddeutsche und norddeutsche Pilsbiere. Das tschechische Pils besitzt neben der charakteristi-schen Hopfennote eine leichte Butternote die gewollt und stiltypisch ist. Daneben gibt es das süddeutsche Pils, das ähnlich dem tschechischen eine für Pilsbiere moderate Bitterkeit aufweist, feine Hopfennoten ins Rampenlicht stellt und Lust auf mehr schafft. Und dann gibt es noch das norddeutsche Pils. Dieses ist deutlich bitterer als die anderen zwei Unterarten.

Welches Essen passt dazu?

Zu einem frischen Pils passt am besten ein Fischgericht, ein gutes Risotto kann aus der kulinarischen Perspektive aber ebenso stark von einem Pils profitieren. Als Glas für den perfekten Genuss empfehle ich eine Biertulpe.

Pils-Steckbrief

Malzkörper: 2

Hopfenkörper: 3

Hell: 2

Schlank: 2

Kohlensäure: 3

Die Serie wird nächste Woche mit dem Bierstil "Helles" fortgesetzt.

Andreas Stalla (29), seit 2019 Biersommelier, hat sein erstes eigenes Bier im Jahre 2016 gebraut. Er verfügt über zehn Jahre Berufserfahrung in der Lebensmittelbranche, darunter in leitender Position. In der neuen Kolumne "Unser Bier" nimmt er alle interessierten Leserinnen und Leser auf eine Reise durch die Welt der verschiedenen Bierstile mit.