Absoluter Höhepunkt war natürlich wieder der große Kerwaumzug der Ortsburschen und Ortsmadla sowie der Lindenkinder und die Tanzvorführungen am Sonntagmittag. Emma und Anna Täuber hatten sich - als Lindenkinder der Zukunft - schon fein herausgeputzt und kamen in stilechten rot-weiß karierten Dirndl. So wie es sich für echte Frankenmädel eben gehört. Und als Krönung trugen beide rote Tirolerhüte. Der absolute Trend.


Farbe war Trumpf


Bei den Lindenkindern war Farbe Trumpf. Die Kinder liebten bunte Dirndl mit Blumen, mit Karos, mit frechen Bordüren. Raphaela Meisel ist elf Jahre alt. Sie durfte die Gießkanne tragen. Eine wichtige Aufgabe. "Aber ich bin schon vier Mal dabei gewesen. Ich mache das gern", ist Raphaela stolz. Natürlich trug auch sie Dirndl: ein trendiges in den Farben Pink-Grün.
Und dazu passend hatte sich Raphaela wie auch alle anderen Lindenkinder ein Blumenkränzchen ins Haar gesteckt.

Überhaupt schossen die Lindenkinder wieder einmal den Vogel ab mit ihrer Tanzvorführung. Denn der Bändertanz ist alljährlich ein Höhepunkt. Wenn alles gut geht, dann flechten sich die roten und weißen Bänder zu einem anspruchsvollen Muster um den Mittelstab und lassen sich auch hinterher wieder ohne Probleme lösen. Natürlich bestand auch in diesem Jahr Verknotungsgefahr, doch das tat der Stimmung keinen Abbruch.
Sogar die Ortsburschen und Ortsmadla waren begeistert. Denn die Lindenkinder sind schließlich die Ortsjugend von morgen.


Ein Tänzchen im Schatten der Linde


Auch die Ortsburschen und Ortsmadla sorgten für gute Stimmung. Wie es Tradition ist, tanzten sie unter der Lindenkrone und auch auf dem Vorplatz. Beim musikalischen "Rehragout", das die "Schlackn" zu Gehör brachten, kochte die Stimmung über.

Auch der Musikverein Kasendorf, der Posaunenchor Peesten-Azendorf und die Kulmbacher Stollmusikanten sorgten für gute Unterhaltung. Außerdem gaben sich auch noch die Schuhplattl-Mädels der Landjugend Plössen sich die Ehre. Am Abend sorgten die "Safaris" für gute Unterhaltung. Heute steht das Rumspielen durch den Ort auf dem Programm, ehe am Abend die Ortsjugend den Schlüssel wieder zurückgibt- bis zum nächsten Jahr.