Die Straße den Berg hinauf und der Zustand der Brücke mitten im Ort - das waren die Haupttthemen der Bürgerversammlung am Montag im SV-Sportheim.

Die Brückensanierung bei der ehemaligen Gastwirtschaft Eber hat für die Gemeinde Priorität. "Wir sind hinterher, dass was vorwärts geht", erklärte Bürgermeister Robert Bosch (CSU). Derzeit würden die Pläne für den Neubau erstellt und die Förderungen beantragt. "Wenn es grünes Licht gibt, geht es los."

Dass die Brücke derzeit auf sechs Tonnen beschränkt ist, bezeichnete der Motschenbacher Gemeinderat Norbert Erhardt (CSU) als Quatsch. Jeder größere Bulldog habe so ein Gewicht.

Dazu erläuterte Bosch, dass die Tonnagebegrenzung die Empfehlung eines Tiefbauingenieurs sei und es Ausnahmen zum Beispiel für das Müllauto gebe. Und es sei ein Unterschied, ob nur ab und zu ein schweres Fahrzeug das Bauwerk passiere oder es um eine Dauerbelastung gehe.

Norbert Erhardt sprach auch den Zustand der Straße den Berg hinauf an. "Wichtig ist, dass die Risse zugemacht werden, sonst geht der Teer auf und es gibt Schlaglöcher. Ansonsten geht der Berg noch", so seine Einschätzung. Er verwies darauf, dass es im ganzen Dorf solche Problem-Stellen gebe. Und Robert Eber ergänzte: "Da sind lauter Buckel im Berg." Joachim Zapf pflichtete ihm bei: "Es gibt Stellen, da muss man stehen bleiben."

Bürgermeister Bosch stimmte in der Hinsicht zu, dass die Risse repariert werden müssen. Schlaglöcher habe er aber keine ausgemacht. Die Stellen werde er sich zeigen lassen. Er räumte aber ein, dass der Zustand des Straßenstücks mit der Zeit "nicht besser wird".

Allerdings werde man die Sanierung mit Blick auf die vielen Baustellen im Markt wohl in den nächsten drei Jahren nicht angehen können. Außer der Gemeinderat entscheide anders. "Jetzt ist in Motschenbach erst einmal die Brücke dran. Die muss gemacht werden", stellte er fest. Norbert Erhardt ist es aber wichtig, "dass man den Berg nicht vergisst".

Nach Ansicht von Uwe Zapf sind die Motschenbacher in der Sache empfindlich, "weil Ihr Vorgänger Sprüche gemacht hat", erklärte er Bürgermeister Bosch den Hintergrund.

Als mögliche provisorische Lösung kristallisierte sich heraus, die welligen Stücke abzufräsen und dann zu asphaltieren, wenn die entsprechenden Gerätschaften für den Brückenbau vor Ort sind.

Robert Eber schlug zudem vor, die Einfahrt an der Bergkuppe von der Kreisstraße nach Motschenbach abzurunden, damit die Autofahrer nicht mehr in so einem steilen Winkel abbiegen müssen. Nach den Worten von Bürgermeister Bosch müsste man mit Blick auf mögliche Fördermittel wahrscheinlich dann die ganze Straße sanieren.

Norbert Erhardt sprach noch den Zustand der Linde im Ort an. "Die wird immer raubautziger", sagte er und bat darum, dass der Gemeindegärtner aktiv wird.

Dazu erklärte Bosch, dass dieser sich schon umgeschaut habe. "Aber wenn um den Baum rum nur Asphalt ist, dann wächst halt dort nicht die schönste Linde Oberfrankens."

Michael Barnickel machte auf die ausgeblichene Karte an der Ortstafel aufmerksam. "Die gehört einer Partei, ich gebe das weiter", so Bosch.

Dem Wunsch von Robert Eber, eine Geschwindigkeitsmessanlage in Motschenbach aufzustellen, will der Bürgermeister nachkommen. Denn laut Eber habe man das Gefühl, man sei auf der Autobahn, "so schnell wird durch den Ort geprescht".

Bosch gab außerdem bekannt, dass das Mobilfunkloch in Motschenbach geschlossen werden soll. Entweder baue ein Anbieter einen Funkmast oder bei Interesse die Gemeinde, die die Anlage dann vermiete. "Derzeit läuft die Prüfung."